
Denn Gott hat Christus, der ohne jede Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und vor ihm bestehen können.
2. Korinther 5,21

Als Trainer der Basketballmannschaft der Universität von Kalifornien in Los Angeles war John Robert Wooden so etwas wie eine Legende. Der 1910 geborene Amerikaner gewann mit seinem Team zehnmal die NCAA Division I Basketball Championships, also die nationalen Hochschulmeisterschaften, davon siebenmal (1967 bis 1973) in Serie. Er ist dadurch mit Abstand der erfolgreichste Trainer in der Geschichte dieses Wettbewerbs.
Über seine Qualitäten als Coach wird viel berichtet: Er hatte stets mehr das Team im Fokus als das einzelne Talent. Als gläubiger Christ betete er mit seiner Mannschaft. Besonders imponiert mir aber seine eigene Sicht darauf, was einen guten Teamchef ausmacht. Er sagte einmal: »A strong leader accepts blame and gives the credit. A weak leader gives blame and accepts the credit«, also in etwa: »Ein starker Anführer ist bereit, Schuld auf sich zu nehmen und Lob weiterzugeben. Ein schwacher Anführer hingegen nimmt das Lob für sich in Anspruch und gibt die Schuld weiter.«
Für mich spricht aus diesen Worten, dass Wooden, der seine Bibel gut kannte, verstanden hat, wer der wirklich beste Anführer ist: Jesus Christus. Dieser war nämlich ohne jede Sünde, also ohne Versagen und ohne Schuld. Er hätte daher jeden Anspruch auf Verehrung und Lob gehabt. Aber er hat sich mit all unserer Schuld beladen und sich dafür von Gott verurteilen und tödlich bestrafen lassen. Er, der vollkommen Gerechte, wollte uns so seine vollkommene Gerechtigkeit weitergeben: Jesus nimmt unsere Schuld und gibt uns seinen Verdienst. Denn er wusste: So, und nur so, können wir vor Gott bestehen. Wer das glaubt und fest auf Jesus vertraut, den sieht Gott so an wie seinen vollkommenen Sohn.


