
Der HERR sieht vom Himmel herab auf die Menschen, um zu sehen, ob es wenigstens einen einzigen gibt, der klug ist und nach Gott fragt.
Psalm 14,2

Wenn ich mit dem Montage-Auto bei Kunden ankomme, lasse ich erst einmal meinen Blick über das Gelände schweifen, um mir einen Eindruck zu verschaffen. In der Regel erwarten mich Berge voller Autoreifen, Kühlschränke, Autos. Daneben stapeln sich Sperrmüll, Elektroschrott und Papier. Eben der Abfall der Zivilisation.
Auf einer Müllverbrennungsanlage in Berlin sah ich jedoch einmal etwas anderes: Aus einem offenen Lkw starrte mich aus seinen Knopfaugen ein riesiger Teddy an. Er musste einmal sehr wichtig gewesen sein. Hatte ein Kinderherz erfreut. Saß auf dem Bett. War jahrelang der Beschützer in der Nacht. Doch auf einmal war er nicht mehr zu gebrauchen - wertlos. Also ab in die Tonne, weg mit ihm!
Ich habe mich gefragt: Was sieht Gott, wenn er auf diese Erde blickt? Er hat sie ursprünglich »sehr gut« geschaffen, noch deutlich schöner und begeisternder als der schönster Kuschelteddy der Welt. Mit dieser genialen Schöpfung wollte er das Herz des Menschen erfreuen und die ideale Umgebung für ein Leben in seiner Gegenwart schaffen. Doch der Mensch wandte sich von Gott ab, und so heißt es in der Bibel schon wenige Seiten später: »Gott sah auf die Erde, und sie war voller Verbrechen, denn die Menschen handelten böse« (1. Mose 6,12). Seither gilt die Beobachtung des oben stehenden Bibelverses: Keiner fragt nach Gott!
Wenn Gott auf die Erde blickt, sieht er also unsere große Verdorbenheit, unseren ganzen Staub und Schmutz (vgl. die Andacht von vorgestern). Dennoch sind wir in seinen Augen kostbar, und er liebt uns von ganzem Herzen. Deshalb hat er seinen Sohn Jesus am Kreuz sterben lassen, um unseren Sündenschmutz aus dem Weg zu räumen. Denn wenn wir sein Opfer annehmen, kommen wir wieder in die Gemeinschaft mit Gott.

Wie sieht Jesus Christus Sie aktuell?

Jesus liebt uns, obwohl nicht viel Liebenswertes an uns ist.
