Freitag, 22. Juni 2001

Leitvers

Denn wie der Leib ohne Geist tot ist,
so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Jakobus 2,26

»Irgendwo in dem Ordner oben links …«

»Irgendwo in dem Ordner oben links …«

Eigentlich habe ich etwas ganz anderes gesucht, als ich den Aktenordner zur Hand genommen habe. Doch dann stoße ich erstaunt auf ein Rundschreiben mit den anspruchsvollen Leitsätzen unseres Unternehmens, z.B.: »Wir machen unsere Kunden zum Mittelpunkt unserer Geschäftspolitik«. Oder: »Wir betrachten unsere Mitarbeiter als unser wertvollstes Kapital«. An den Sinn dieser Leitlinien erinnere ich mich: Damit sollen die Werte, Normen und Umgangsformen in unserem Betrieb auf eine einheitliche, kundenorientierte Linie ausgerichtet werden. Durch eine positive Unternehmenskultur wollen wir uns von anderen Anbietern unterscheiden und das Vertrauen der Kunden gewinnen.
Sehr schnell wird mir klar: Es reicht nicht aus, die Leitsätze einmal durchgelesen und danach ordnungsgemäß abgeheftet zu haben. Solange sie sich nur in meiner Akte befinden, sind sie kraftlos und ohne Wirkung. Nur wenn ich mir den Inhalt bewusst mache und mein Handeln in der konkreten Situation nach diesen Leitsätzen ausrichte, können sie die gewünschte Wirkung entfalten. Erst die Umsetzung im Alltag haucht den Worten Leben ein. Genauso ist es auch beim Glauben an den Herrn Jesus. Solange mein Glaube nur ein theoretischer Standpunkt ist, bleibt er wirkungslos und tot. Aber der Herr Jesus möchte von uns nicht in eine Akte eingeordnet werden. Er will eine lebendige Beziehung zu uns haben. Glauben heißt, dass ich ganz praktisch mit dem Wirken Gottes rechne. Er ist der auferstandene Herr, der mir im Alltag begegnen will. Das hat ganz konkrete Auswirkungen. Und genau das macht den Glauben tragfähig und wirksam.

Andreas Droese
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Frage
Was unterscheidet einen lebendigen Glauben von einem toten Glauben?
Tipp
Eine Lebensäußerung des Glaubens ist das Gebet. Ich kann mich mit dem, was mich im Alltag beschäftigt, an Jesus wenden!
Bibellese
Apostelgeschichte 10,34-48

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