Samstag, 22. August 2020

Leitvers

Ruhelos und flüchtig sollst du sein auf der Erde!
1. Mose 4,12

Dahingeschmolzen

Dahingeschmolzen

Der Schweizer Bild­hau­er Urs Fischer gilt als einer der erfolgreichsten Künstler der Gegenwart. In Amerika ist er ein hoch bezahlter Star. Seine Werke werden für astronomische Summen gehandelt.
2018 hat er die Ex-Ehefrau des Olig­ar­chen Ro­man Ab­ra­mo­witsch als Wachsfigur über­le­bens­groß nachgeformt. Bildhübsch und lebensecht. Ihr Wachs­dou­ble sitzt lässig in einem Drehstuhl und trägt ein lan­ges, rosé­far­be­nes Kleid. Aber jetzt nicht mehr. Denn Urs Fischer hatte die Skulptur Da­scha Schu­ko­was mit ei­nem Docht ver­se­hen! In einer Kunstausstellung wurde sein Kunstwerk an­ge­zün­det. Die Kerzenflamme ließ Da­scha Schu­ko­wa ganz lang­sam dahinschmel­zen. Die kleine Flamme löste unerbittlich ihren schönen Körper auf. Vom Scheitel bis zur Sohle. Im Gegensatz zu den Wachsfiguren von Madame Tussaud sind Fischers Kreationen sehr flüchtig. Der Künstler kommentierte seine Aktion lachend so: »Beim Schmelzen entstehen Formen, die ein Mensch nie erschaffen könnte.«
Bei folgendem Vergleich vergeht uns allerdings das Lachen: Wir alle tragen diesen Docht - den Keim des Todes - in uns. Und das ist nicht zum Lachen. Wir sind mitten im Leben vom Tod umfangen. Unsere Körper sind vergänglich und zerbrechlich. Unsere Lebensflamme wird sich verzehren, bis wir verlöschen. Jeder von uns ist nur vorübergehend auf der Erde - sehr flüchtig. In den Psalmen heißt es: »Wenn du (Gott) jemand züchtigst mit Strafen um der Sünde willen, so lässt du seine Schönheit zergehen ... jeder Mensch ist nur ein Hauch« (Psalm 39,12)! An anderer Stelle ist zu lesen: »Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; ABER die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn« (Römer 6,23).

Andreas Fett
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Frage
Welche Schönheit kann der Vergänglichkeit entrinnen?
Tipp
Wer über den Tod hinaus bestehen will, muss Gottes Gnadengeschenk ewigen Lebens in Christus annehmen.
Bibellese
Johannes 11,17-27.40-44

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