Donnerstag, 23. September 2027 (Herbstanfang)

Leitvers

Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird.
Römer 12,2

Gesellschaft und Zusammenleben

Ohne Kompass

»Wenn es von den Gefühlen jedes Einzelnen abhängt, was richtig und falsch ist, dann bewegen wir uns außerhalb der Grenzen der Zivilisation.« Diese Aussage stammt von Walter Lippmann (23.09.1889 - 14.12.1976), einem amerikanischen Journalisten und Publizisten, der in den USA als meistgelesener und einflussreichster politischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts gilt. Er nimmt damit die Entwicklung unserer Zeit vorweg und fällt ein beklemmendes Urteil: Wenn wir die Bestimmung des moralischen Maßstabs privatisieren und dem individuellen Fühlen des Einzelnen überlassen, löst sich der Wertekonsens und damit die Grundlage unseres gesellschaftlichen Miteinanders auf. Wir verlieren jeglichen Kompass für Richtig und Falsch.

Genau das können wir beobachten: Der Schutz des Lebens, der Respekt vor Autoritäten, der gesellschaftliche Zusammenhalt, die Stabilität von Ordnungen usw. geraten ins Wanken. Was als Höchstmaß individueller Freiheit gedacht wird, führt zum Ende der Zivilisation: Wenn jeder sein eigener Maßstab, ja, sein eigener Gott ist, werden die verschiedenen Vorstellungen von Richtig und Falsch zwangsläufig kollidieren.

Was hilft uns hier?

Wir müssen anerkennen, dass nicht wir die Sonne sind, um die sich die Gestirne drehen, sondern dass Gott allein die Maßstäbe bestimmt. Er ist der Richter über Richtig und Falsch. Seine Vorgabe, die er uns in Form der Bibel bekanntgegeben hat, ist verbindlich, und zwar unterschiedslos für alle Menschen. Wenn wir uns darauf einlassen, haben wir einen absolut verlässlichen Kompass für unser Leben. Wer sich daran hält, hat klare Orientierung und ein definiertes Ziel. Je mehr Menschen dies beherzigen, desto gesünder wird eine Gesellschaft, die wieder eine klare Sicht auf Richtig und Falsch bekommt.


Markus Majonica
Frage

Wann fühlt sich etwas richtig an, und wann falsch?

Tipp

Wer sich Gott unterordnet, geht den Weg zum Leben.

Bibellese
Römer 1,18-32

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