Freitag, 24. Oktober 2014

Leitvers

Dann gab er ihnen den Barabbas los; Jesus aber ließ er geißeln und überlieferte ihn, damit er gekreuzigt werde.
Matthäus 27,26

Besetzt!

Besetzt!

Stellen Sie sich vor, nach einem anstrengenden Arbeitstag warten Sie auf die Bahn. Sie freuen sich schon darauf, sich endlich hinsetzen zu können und in Ruhe nach Hause zu fahren. Als Sie einsteigen, setzt sich ein junger Mann kurz vor Ihnen schnell auf den letzten Sitzplatz. Er hat Ihnen »Ihren« Platz weggenommen. Oder Sie sind morgens in Eile und wollen ins Bad, aber ein anderer war schneller: Besetzt!
In der Geschichte, die sich um den heutigen Vers rankt, nimmt auch ein Mann den Platz eines anderen ein. In diesem Fall ist allerdings das »Besetzt«-Schild kein Grund zum Ärger, sondern zur Freude. In einer Gerichtsverhandlung stehen Barabbas und Jesus von Nazareth Seite an Seite. Der erste ist ein verurteilter Mörder und Aufrührer, der andere ein Mann, von dem man sagt, er heile Kranke und predige, aber gegen den gar keine stichhaltige Anklage vorliegt. Nach einer Gepflogenheit zum Anlass des bevorstehenden Festes möchte Pilatus, der Richter, einen der beiden Gefangenen freilassen. Die Sachlage scheint eigentlich klar. Doch zum Erstaunen des Richters fordert das Volk, Barabbas freizulassen und Jesus zu kreuzigen. Und genau das geschieht: Jesus nimmt den Platz ein, den Barabbas verdient hätte. Wenige Stunden später stirbt Jesus an einem Kreuz außerhalb von Jerusalem auf einem kahlen Hügel. Er hängt an dem Kreuz, das eigentlich Barabbas verdient hätte.
Hinter dieser »Ungerechtigkeit« steckt noch mehr: Jesus Christus nahm dort nicht nur den Platz von Barabbas ein, sondern den jedes einzelnen Menschen, denn jeder Mensch ist laut Bibel ein »verurteilter Sünder«, der den Tod verdient hat. Doch Jesus nimmt meinen Platz ein. Für den, der an ihn glaubt, ist quasi das Kreuz schon »besetzt«. Er hat dort meinen Platz eingenommen.

Benjamin Franz


Frage
Haben Sie Jesus Christus schon einmal gedankt, dass er Ihren Platz eingenommen hat?
Tipp
Lesen Sie die ganze Geschichte in der Bibel nach!
Bibellese
Matthäus 27

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