Montag, 25. März 2013

Leitvers

Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun.
Lukas 23,34

Letzte Worte (2): konsequente Feindesliebe

Letzte Worte (2): konsequente Feindesliebe

Dieses erste Wort vom Kreuz rief Jesus schon aus, während man ihn noch kreuzigte. In einem lauten Gebet wandte er sich an seinen himmlischen Vater und bat um Vergebung für seine Henker - und auch für die dabeistehenden Schaulustigen, die kurz zuvor lauthals vor Pilatus seine Hinrichtung gefordert hatten.
Das ist fast unglaublich. In der Stunde seiner größten Schmerzen bewies Jesus, dass er das lebte, was er predigte. In der Bergpredigt hatte er seine Jünger gelehrt, sie sollten ihre Feinde lieben und für die beten, die sie verfolgten. Ein gewaltig hoher Maßstab. Aber er zeigte am Kreuz, dass er selbst diesen Maßstab erfüllte. Er war absolut authentisch und hat sich zu jeder Zeit als Vorbild erwiesen.
Dieses Gebet muss aber in den Ohren der Zuschauer gleichermaßen beeindruckend wie provokant geklungen haben. Denn dass Gott allein Sünden vergeben kann, war seinen jüdischen Zeitgenossen völlig klar. Indem er seinen Vater um Vergebung bat, unterstrich er seinen Anspruch, Gottes Sohn zu sein. Aber genau dafür hatte man ihn ja verurteilt. Sicherlich forderte dieses Gebet also umso mehr den Spott herauf, den die Umstehenden ihm entgegenschleuderten: »Wenn du Gottes Sohn bist, steige herab vom Kreuz, und wir wollen an dich glauben.«
Wenn jemand schon Gottes Sohn ist, so dachten sie, würde er sich doch nicht kreuzigen lassen. Vielmehr würde er seine Macht dazu nutzen, die eigenen unermesslichen Schmerzen zu beenden. Aber Jesus war die Sühnung von Schuld wichtiger als sein eigenes Wohlbefinden. Sein ganzes Leben war darauf ausgerichtet, anderen zu helfen und zu dienen. Und mit seinem Tod schuf er die Basis dafür, dass Gott Schuld vergeben kann.

William Kaal
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Haben Sie schon mal für Leute gebetet, die Ihnen nicht wohlgesinnt waren?
Tipp
Fangen Sie heute damit an - es wird Ihr Denken verändern!
Bibellese
Römer 9,1-5

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