Dienstag, 25. Mai 1999

Leitvers

... indem ich dir heute gebiete, den HERRN, deinen Gott,
zu lieben, auf seinen Wegen zu gehen und seine Gebote,
seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen zu bewahren.

5. Mose 30,15-16

Verkündung des Grundgesetzes

Verkündung des Grundgesetzes

»Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen ... hat das deutsche Volk ... dieses Grundgesetz beschlossen« (aus der Präambel des Grundgesetzes). Heute vor 50 Jahren wurde die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verkündet. Sie regelt die Grundprinzipien des Miteinanders von Bürger und Staat. Wie weit geht das Recht des Einzelnen? Wo hat das Recht des Staates seine Grenzen? Fragen, die in diesem Gesetz eine Antwort finden. So lautet Artikel 1 dieses Gesetzes: »Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Sowohl der Staat als auch die Bürger haben diese als höchstes Gut zu achten. Vergleichen wir diesen Artikel einmal mit Artikel 1 des biblischen Grundgesetzes: »Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.« Wir sehen, dass Gott schon in dem ersten Artikel dem Menschen hat weichen müssen. Die Verantwortung vor Gott hatten die Gründerväter erkannt, leider hatten sie nicht die Macht, diese auch für das ganze Volk verbindlich zu machen. Dennoch bleibt es jedem unbenommen, für sich persönlich das Leben und das Gute zu wählen und damit Gottes Verheißungen in Anspruch zu nehmen. Wir brauchen uns nur kurz vorzustellen, was es bedeuten würde, wenn Gott in der Bundesrepublik tatsächlich als die in jeder Einzelheit autoritative, höchste Instanz anerkannt würde. Es gäbe keine Hungernden, keinen einsam Sterbenden, keine Korruption, keine Steuerhinterziehung, keine Kriminalität, keine Scheidungen, keine Frauen, die über abgetriebene Babys weinen, keine selbstherrlichen Ehemänner, keine, keine ... keine. Warum wollen wir - aufs Ganze gesehen - es eigentlich genau anders haben?

Elmar Scheid


Frage
Haben Sie Hunger auf Gerechtigkeit? Sie sollen satt werden (Matthäus 5,6)!
Tipp
Wenden Sie sich jetzt zu dem Gott, der Frieden geben will.
Bibellese
1. Mose 24,1-8

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