
Ich sage zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, ich vertraue auf ihn!
Psalm 91,2

Auch wenn wir inzwischen meistens mit Handy oder Karte bezahlen, sind Banknoten noch allgegenwärtig. Neben den einzigartigen Sicherheitsmerkmalen ist der Geldwert aufgedruckt und im Hintergrund das Bild einer Persönlichkeit oder eines besonderen Bauwerks. Bei jedem einzelnen Bezahlvorgang wird akzeptiert und darauf vertraut, dass das Zahlungsmittel bzw. das dahinterstehende Bankinstitut den Wert des Gekauften tatsächlich abdeckt. So bezahlen wir täglich auf der Grundlage von Vertrauen.
Unsere Geschichte zeigt, wie dieses Vertrauen in Staat und Wirtschaft die Stabilität der Wirtschaft gewährleistet. So hörten meine Frau und ich uns einen IHK-Vortrag (von der Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte) zum Themenbereich »Wert und Werte« an. Die meist älteren Zuhörer suchten - so erfuhr man in der Fragerunde - eine Bestätigung, wie sicher die Währungen dieser Welt sind. Das ist verständlich. Wir wissen um Zeiten in der Geschichte unseres Landes, als auf Geldscheinen Millionensummen aufgedruckt waren. Auch kennen wir die Unsicherheiten bei der Umstellung auf den Euro und die wirtschaftlichen Turbulenzen in unserer Zeit, die nicht selten mit politischen Unruhen und Kriegen einhergehen. Doch die Zuhörer bekamen keine befriedigende Antwort.
Auch im christlichen Glauben ist Vertrauen der Grundstein und Ausgangspunkt unserer Beziehung zu Gott. In den Krisen des Lebens möchte er unser fester Anker sein. Denn er hat den Überblick über alle Ereignisse, die unsere Welt bewegen. Er hilft und rettet uns aus der Not. Auf diese »Währung« können wir sicher vertrauen, denn sie unterliegt keinen Kursschwankungen: Gott bietet Sicherheit und Hilfe durch alle Probleme hindurch.