Dienstag, 25. Juni 2002

Leitvers

Nicht verborgen war mein Gebein vor dir,
als ich gemacht wurde im Verborgenen. (…)
Meine Urform sahen deine Augen.

Psalm 139,15.16

Lassen wir den Geist aus der Flasche?  

Lassen wir den Geist aus der Flasche?  

»Wir sollten diesen Geist nicht aus der Flasche lassen«, warnt der Frankfurter Biochemiker Prof. Ulrich Brand vor der Forschung mit embryonalen Stammzellen. Er spielt auf die Geschichte aus 1001 Nacht an, in der einer geöffneten Flasche ein Geist entsteigt, der bald rießengroß wird und heftige Probleme bereitet. Was Forscher in den USA schon lange dürfen, das Klonen von embryonalen Stammzellen bis zum 14. Tag, fordern auch immer mehr Wissenschaftler in Europa. Es soll dazu dienen, aus den menschlichen Zellen ein bestimmtes Gewebe zu züchten, womit man Krankheiten heilen kann, für die es bisher wenig Heilungschancen gibt.
Ein solches Verfahren ist im Tierversuch bereits gelungen. Australische Forscher haben aus geklonten Stammzellen von Mäusen Nerven- und Muskelzellen dieser Tiere gewonnen. Nach dem oben zitierten Prof. Brand ist dieses sogenannte therapeutische Klonen der Einstieg in die Züchtung von Menschen. Was aber darf aus ethischen Gesichtspunkten hier noch erlaubt sein und was nicht? Man verliert leicht aus dem Auge, dass es sich bei den Embryos um echte Menschen handelt, die Gott auf eine wunderbare Weise geschaffen hat.
Der Psalmist David dankt Gott dafür, dass seine Urform bereits im Mutterleib von Gott gesehen und beachtet wurde. Gott sah nicht nur einen Klumpen unpersönlicher Zellen. Er sah den Menschen David, den er liebte und auf den er achtgab. Und genauso liebt er jedes seiner menschlichen Geschöpfe und seien sie noch so klein.
Ist es nicht tröstlich zu wissen, dass Gott die Menschen von Anfang an liebt, längst bevor sie auch nur die geringste Anstrengung unternommen haben, bei Gott »Punkte zu sammeln«?

Uwe Harald Böhm
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Frage
Wie sähe unser Leben aus, wenn wir wirklich an einen allwissenden Gott glaubten?
Tipp
Man sollte es nicht darauf ankommen lassen!
Bibellese
Psalm 139,1-18.23-24

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