
»Siehe, […] ein Freund der Zöllner und Sünder.«
Matthäus 11,19

Mit einem wütenden und zugleich traurigen Gesichtsausdruck kam unsere achtjährige Tochter nach der Schule in die Küche gestürmt: »Lena hat gesagt, dass sie nicht mehr meine Freundin ist!« Dieser betrübten Aussage war, wie beim klärenden Gespräch herauskam, ein Streit mit ihrer Schulfreundin vorausgegangen, in dem diese unserer Tochter den Satz vor den Kopf geknallt hatte.
Umso fröhlicher berichtete unsere Tochter am Folgetag, dass sie sich mit ihrer Freundin versöhnt hatte und ihre Frage »Wollen wir wieder Freunde sein?« mit einem »Ja!« beantwortet worden war.
Was macht eine gute Freundschaft aus? Sie ist u. a. geprägt von Vertrauen, Ehrlichkeit, Akzeptanz und Verlässlichkeit. Drew Hunter stellt in seinem Buch Made for friendship (dt. etwa: Zur Freundschaft geschaffen) folgende »Freundschafts-Formel« auf: Ehrlichkeit + Akzeptanz = Echte Freundschaft. Dabei zitiert er eine Studie, dass drei von vier Menschen nur zwei enge Freunde haben - jeder Vierte habe niemanden, dem er sich anvertrauen könne. Daher werden wir uns am Ende unseres Lebens nicht wünschen, mehr Luxus-Urlaube gemacht, mehr gearbeitet oder mehr Zeit am Smartphone verbracht zu haben, »sondern wir werden uns wünschen, wir hätten mehr Zeit mit unseren Freunden verbracht«.
Im obigen Bibelvers wird uns eine wesentliche Charaktereigenschaft von Jesus Christus vorgestellt: Er ist ein Freund der Sünder. Dort steht nicht »ein Freund der Angesehenen, der Oberen der Gesellschaft« o. Ä., sondern Freund der Zöllner und Sünder. Diese schöne Bezeichnung drückt aus, dass Jesus keinen Unterschied zwischen verschiedenen Menschen macht, sondern dass sein Angebot der Rettung von der Sünde jedem gilt. Jesus ist ein Freund der Sünder. Und Sünder sind wir alle. Bei Jesus dürfen wir Vergebung dafür finden.

Was ist für Sie das Wichtigste an einer Freundschaft?

Sagen Sie »Ja« zu Jesu Freundschaftsangebot und werden Sie vollkommen ehrlich vor Ihm!
