Montag, 25. September 2006

Leitvers

Mache dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!
… lass mich deine Gestalt sehen, lass mich deine Stimme hören! Denn deine Stimme ist süß und deine Gestalt anmutig.

Hoheslied 2,13-14

Traumfrau gefunden! – Und dann?

Traumfrau gefunden! – Und dann?

Mir fällt die Kinnlade herunter. Mit weit aufgerissenen Augen starre ich sie an. Sie ist schick gekleidet, hat eine super tolle Figur, ihre Haare glänzen wie Seide. Meine Traumfrau! Ihr Augenaufschlag bringt mich zum Träumen und ihr Lächeln verzaubert mich.
Vielleicht war es auch in Ihrer Beziehung Liebe auf den ersten Blick. Aber wie geht es weiter? Etwa so? Man trifft sich, lernt sich näher kennen und ist begeistert vom Gegenüber. Es entsteht eine feste Beziehung, man heiratet. Das Miteinander wird bald zur Normalität, der Partner nur noch als Dienstbote oder Brötchengeber wahrgenommen. Die unterschiedlichen Interessen lassen immer weniger Zeit für die Zweisamkeit. Die Vorsätze für gemeinsame Unternehmungen weichen dem zeitlichen Druck des Berufs und familiärer Verpflichtungen. Unbemerkt lebt man sich auseinander. Die kleinen Reibereien nehmen zu. Es entstehen Konflikte, über die man nicht spricht, es geschehen Verletzungen, die zunehmend weh tun, weil sie nicht ausgeräumt werden. Schließlich kommt es zum handfesten Krach, in dem man sogar handgreiflich wird. Die pauschale Entschuldigung beseitigt nicht den entstandenen Riss, der sich weiter vertieft. Man giftet sich an, kennt die Schwächen des Partners und stellt diese bei jeder Gelegenheit heraus.
Tief traurig höre ich wieder einmal von solch einem Fall. Was bewahrt uns als Eheleute davor? Ein Patentrezept gibt es wohl nicht, aber Vergebungsbereitschaft, es nicht bei leeren Versprechungen belassen, einander wieder Liebe durch Taten beweisen und eine für beide bereichernde neue Beziehungskultur aufbauen und pflegen; das sind Bausteine, die einer Ehe wieder ein festes Fundament geben können.

Volker Koenig


Frage
Gibt es bei Ihnen auch Anzeichen für eine Negativentwicklung im oben beschriebenen Sinne?
Tipp
Arbeiten Sie aktiv an Ihrer Partnerschaft. Der Partner, den Ihnen Gott gegeben hat, ist es wert!
Bibellese
2. Chronik 20,1-26

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