Dienstag, 25. September 2007

Leitvers

Jesus sprach: Ich bin das Licht der Welt.
Johannes 8,12

»Licht im August«

»Licht im August«

Die Bücher des Nobelpreisträgers William Faulkner (1897-1962) sind von Gegensätzlichkeiten geprägt. Die Konflikte zwischen Weißen und Schwarzen, Vätern und Söhnen, dem Einzelnen und der Gesellschaft sind das große Thema Faulkners. Eine heile Welt findet Faulkner in seinen Romanen nicht und hält dennoch verzweifelt am Glauben an das Gute im Menschen fest.
In dem Buch »Licht im August« erschafft Faulkner mit Joe Christmas einen Charakter, der ihm als Spiegelbild für Jesus Christus dient. Das Leben von Christmas wird von seiner Geburt bis zu seinem Tod dem von Jesus Christus parallel gesetzt. Joe Christmas, Schwarzer, Verstoßener und Außenseiter, wird in die Rolle eines Erlösers hineingegeschrieben, der am Ende als Opferlamm für alle ungelösten Probleme herhalten muss. Je mehr Faulkner versucht, in Christmas Christus zu gestalten, umso mehr scheitert er. Es zeigt sich bald, dass Christmas sich überhaupt nicht eignet, seiner Rolle als Erlöser gerecht zu werden, da er keine der Voraussetzungen mitbringt, die ihn für eine solche Aufgabe qualifizieren würden. Sein gewaltsamer Tod am Ende des Romans hebt den von Faulkner beschworenen Fluch der Sünde nicht auf. Christmas scheitert für sich selbst und für jeden anderen. Die Welt ist durch ihn nicht heil geworden, sondern im Dunkel ihrer Verdorbenheit und Korruption geblieben.
Das Scheitern von Joe Christmas wundert nicht. Nur einer konnte der Menschheit tatsächlich das Licht der Errettung bringen. Nur einer konnte, weil er selbst nicht unter dem Fluch der Sünde stand, durch seinen Opfertod Erlösung und Vergebung bringen: Jesus Christus!

Martin von der Mühlen
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Frage
Müsste die Welt nicht in Ordnung und Harmonie sein, wenn der Mensch im Kern seines Wesens gut wäre?
Tipp
Sich selbst retten zu wollen, käme dem Versuch Münchhausens gleich, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.
Bibellese
Römer 3,9-26

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