
Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften.
Jakobus 3,18

Am 26. April 1937 bombardierte die deutsche »Legion Condor« die militärisch völlig unbedeutende Stadt Guernica in Spanien. Ab 16:30 Uhr warfen Kampfflugzeuge drei Stunden lang ihre tödliche Fracht ab. Fast 2000 Menschen starben, und die 1000 Jahre alte baskische Stadt wurde zu 70 Prozent zerstört. Zuvor hatte der rechtsgerichtete spätere Diktator Franco in seinem Kampf gegen die legale Regierung in Madrid neben Italien vor allem Deutschland um Unterstützung gebeten. Besonders von der deutschen Luftwaffe wurde diese Bitte bereitwillig aufgenommen und als gute Vorbereitung für einen Weltkrieg angesehen. So kam es zu dem sinnlosen Angriff auf die Stadt Guernica.
Später setzte der Schriftsteller Hermann Kesten dieser Stadt ein Denkmal mit dem Buch Die Kinder von Gernika. Es soll ebenso wie das Gemälde Guernica von Pablo Picasso an die Sinnlosigkeit von Kriegen erinnern. Trotzdem gibt es bis heute Kriege und militärische Auseinandersetzungen. Immer wieder versuchen Stärkere, ihr Recht durchzusetzen.
Gott allerdings lässt sich nicht von menschlicher Stärke beeindrucken. Sie ist allzu zerbrechlich. Stattdessen zeigt er wahre Stärke, indem er seinen Sohn Jesus auf die Welt schickt. Dieser versteht Macht vollkommen anders: Willig lässt er sich gefangen nehmen und lehnt Gewalt ab. Dabei heilt er sogar noch das Ohr eines bewaffneten Dieners, das sein Jünger Petrus mit einem Schwert verwundet hat. Im Mittelpunkt des christlichen Glaubens stehen deshalb nicht Machtspiele oder Stärke, sondern das Kreuz von Golgatha: der gekreuzigte Jesus Christus. Durch sein Opfer aus Liebe übt er Macht über den Tod aus. Er besiegt ihn und erwacht am dritten Tag wieder zum Leben. Das ist eine Stärke, wie sie kein Krieg dieser Welt hervorbringen kann.

Inwiefern haben Sie vor der übermächtigen Stärke eines barmherzigen Gottes bereits kapituliert?

Gott möchte uns durch seinen »Krieg gegen das Böse« nicht vernichten, sondern retten. Er ist der Sieger!
