
Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten.
1. Timotheus 1,15

Als der junge Augustinermönch Martin Luther mit der Frage rang, wie viel er zu seiner Rettung beitragen müsse, war es der Generalvikar Staupitz, der den Umhergetriebenen auf die richtige Spur setzte. Später stellte Martin Luther anerkennend fest, dass ihm dadurch »zum ersten Mal das Licht des Evangeliums aufleuchtete«. Staupitz hatte dem ringenden Mönch nämlich geraten, statt zu grübeln lieber glaubend auf Jesus Christus, den Gekreuzigten, zu blicken.
Vergebung und Rettung sind keinesfalls auf der menschlichen Basis von Gefühlen und ergänzenden Eigenbeiträgen möglich, sondern ausschließlich auf einer einmaligen biblischen Tatsache gegründet. Diese Tatsache ist das sogenannte Erlösungswerk von Jesus Christus. Er ist auf die Welt gekommen, um am Kreuz auf Golgatha für unsere Sünden zu sterben und dadurch die vollkommene Vergebung zu erreichen. Das Wunder von Golgatha reicht also aus, um Sünder zu retten. »Es ist vollbracht!«, rief Jesus direkt vor seinem Tod (Johannes 19,30). Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Wenn wir dieses Opfer von Jesus annehmen, sind wir gerettet und mit Gott versöhnt durch den Tod seines Sohnes - durch nichts sonst. Martin Luther begriff, dass der Mensch nicht durch eigenes Mühen selig wird, sondern allein in der gläubigen Annahme dieses göttlichen Geschenks: »Sola fide« (»nur der Glaube«) auf Seiten des Menschen, »sola gratia« (»nur die Gnade«) auf Seiten Gottes.
Nur der Blick zu dem Mann am Kreuz macht froh und gewiss. Der Glaube an Gott gründet sich nicht auf ein Gefühl, sondern auf eine Person. So schreibt auch Paulus in seinem Brief an Timotheus nicht: »Ich weiß, wie ich geglaubt habe«, sondern: »Ich weiß, wem ich geglaubt habe« (2. Timotheus 1,12).

Worauf vertrauen Sie für Ihre Rettung vom ewigem Tod?

Reden Sie mit diesem Gott, wenn Sie ihm vertrauen möchten! (Am besten im Beisein einer anderen Person.)
