Sonntag, 26. September 1999

Leitvers

... und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn
und wickelte ihn in Windeln.

Lukas 2,7

Jesus geboren!

Jesus geboren!

Die Geschichte von der Geburt Jesu ist für viele eigentlich nur Weihnachten zu verkraften. Nur dann kommt die dafür nötige Stimmung auf. Übrigens fällt es den meisten Menschen schwer, im Kind in »Bethlehems Stall« den Sohn Gottes zu sehen.
Folgendes hilft vielleicht weiter. Schulhof-Situation: »Wie groß ist denn dein Bruder?«, wird ein kleines Kind gefragt. »Das weiß ich nicht«, ist die verlegene Antwort. »Das musst du doch wissen«, sagen die klugen Großen, »wenn du mit ihm sprichst, musst du jedenfalls zu ihm aufblicken.« Da weiß das vorhin verlegene Kind eine schnelle Antwort: »Wenn ich mit meinem großen Bruder spreche, dann bückt er sich zu mir herunter.«
Könnte sich Gott noch tiefer zu uns herabneigen als im Kind in der Krippe, damit wir sein Liebeswerben verstehen? Wie der große Bruder, so neigt sich Gott auch zu Ihnen und zu mir herunter! Gott machte sich deshalb so gering und klein, weil wir Menschen so gering und klein sind. Bei den Menschen, die zu erretten er gekommen war, fand er aber nicht einmal in dieser Gestalt einen Raum. Nur eine Krippe war für ihn da; den Stall hat fromme Phantasie später dazugemacht, als man nicht mehr glauben mochte, dass wir Mensch so schlecht waren, Gott draußen vor der Tür liegen zu lassen. Wie barmherzig ist er doch. Ja, Gott trumpfte nicht auf mit Macht und Stärke, mit Autorität und königlicher Gewalt, als er diese Erde betrat und Mensch wurde wie wir. Er lockte mit freundlichen Worten, wählte den untersten Weg, um bis zu uns zu gelangen. Das kann nur die Liebe tun.

Manfred Paul


Frage
Können Sie glauben, dass es folgenlos bleibt, solche Liebe zu verschmähen?
Tipp
Schauen Sie nach Bethlehem. So lieb hat Gott auch Sie!
Bibellese
Psalm 25

Kontakt

Nehmen Sie direkt mit dem Autor Kontakt auf.

Mit Absenden des Formulars wird der Verarbeitung der Daten gemäß der Datenschutzerklärung zugestimmt.