Sonntag, 27. September 2020

Leitvers

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.
Römer 5,8

Jesus Christus

Der ist für mich gestorben!

Wenn ich zum Ausdruck bringen will, dass ich jeden Kontakt zu einem anderen Menschen abgebrochen habe, gibt es kaum einen krasseren Ausdruck, als zu sagen: Der ist für mich gestorben! Damit sage ich: Der ist für mich wie tot. Und mit diesem Toten kann (und will) ich keine Beziehung mehr haben.
Obwohl dieser Satz sehr hart ist, habe ich ihn schon häufiger gehört, wenn Menschen über einen anderen berichten. Die Gründe für eine solche Aussage sind sehr verschieden. Manchmal beruht sie auf einer tiefen Enttäuschung, zum Teil aber auch auf Wut oder gar Hass auf einen Menschen. Mit einer solchen Motivation hat vielleicht auch mancher Pharisäer gedacht, als etwa 30 Jahre nach Beginn unserer christlichen Zeitrechnung der Mensch Jesus am Kreuz hingerichtet wurde: »Endlich ist Ruhe. Endlich ist der tot. Der ist für mich gestorben.«
Doch diese Wendung kann man auch anders betonen: Der ist für mich, also an meiner Stelle, gestorben. Statt seiner hätte ich eigentlich diesen Tod erleiden müssen. Tatsächlich steht bei Gott auf jede Form von Schuld nur eine Strafe: Der Tod. Wenn wir sündigen - und irgendwann tun wir das alle -, haben wir den Tod verdient. Das ist die gerechte Strafe für jedes Vergehen gegen Gottes Gebote, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Deswegen ereilt der Tod jeden irgendwann: Manchmal als unmittelbare Folge einer bestimmten Sünde, manchmal erst Jahre später. Das ist unser Dilemma: Wenn jeder, der sündigt, dafür den Tod erleidet, und wenn jeder sündigt, wie kann ich diesem Schicksal entgehen? Das geht nur, wenn jemand anderes meine Schuld auf sich nimmt, meine Strafe dafür trägt und für mich den Tod erleidet. Wohl dem, der in diesem Sinne sagen kann: Der (Christus) ist für mich gestorben. Markus Majonica
Frage
Können Sie das aus tiefer Überzeugung sagen: Christus ist für mich, d. h. an meiner Stelle, gestorben?
Tipp
Jesus drängt sich niemandem auf, aber er weist auch keinen zurück, der zu ihm kommt, um Ruhe von seinen Sünden zu finden.
Bibellese
Römer 5,1-11

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