Dienstag, 28. April 2009

Leitvers
Bei dir, HERR, habe ich mich geborgen. Beim Schwinden meiner Kraft verlass mich nicht! Und auch bis zum Alter und bis zum Greisenalter verlass mich nicht, o Gott!

Psalm 71,1.9.18

Wenn die Kraft schwindet, was dann?

Wenn die Kraft schwindet, was dann?

Das sind die Themen in der Zeitung, die mich beim Frühstück interessieren: Sportnachrichten und Todesanzeigen. Heute morgen las ich die fette Überschrift: »Mit 89 Sportabzeichen Nummer 44!« Da hat die alte Dame doch wirklich 11 Jahre vor ihrem hundertsten Geburtstag noch einmal die Prüfung fürs Sportabzeichen bestanden - zum vierundvierzigsten Mal. Alle Achtung!
Was aber, wenn die Kraft doch nicht mehr ausreicht, um die geforderten sportlichen Leistungen zu erbringen? Wenn vielleicht sogar die ganz normalen Tagesabläufe die allergrößte Mühe bereiten, wenn man mit zunehmendem Alter immer beunruhigender das Schwinden der körperlichen Kraft spüren muss? Es geht aufwärts mit dem Alter und gleichzeitig abwärts mit der Kraft. Und dabei wird uns immer klarer, dass wir auf den Tag zugehen, der einmal unser letzter auf Erden sein wird. Der König David hat uns in seinem Psalm 71 den Ansprechpartner genannt, der im Leben jedes Menschen der feste Halt sein will, der zuletzt auch noch da ist, wenn wir die letzte Wegstrecke zurücklegen. Solange wir noch mitten im Leben stehen und Kraft und Energie für unser Tagewerk verspüren, wird uns die Nähe Gottes vielleicht nicht so nötig erscheinen. Wir glauben, die Anforderungen an uns auch allein bewältigen zu können. David aber hatte sein ganzes Leben lang Erfahrungen mit Gott gemacht, in guten wie in schlechten Zeiten, in jungen Jahren und auch im Alter. Deshalb konnte er sich seinem Gott auch auf seiner letzten Wegstrecke anvertrauen. Nur dann ist Gott auch unser Halt, wenn durch Krankheit oder Alter unsere Kraft abnimmt. Wer sich Gott anvertraut, wird nie verlassen werden.

Eberhard Liebald


Frage
Auf wen oder was hoffen Sie, wenn Sie Hilfe brauchen?
Tipp
Wenn Gott den Ruf Davids gehört hat, überhört er auch Ihren Ruf nicht.
Bibellese
Psalm 71,1-18

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