Montag, 28. Mai 2018

Leitvers

Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du dies?
Johannes 11,25-26

Trauerverarbeitung

Trauerverarbeitung

Nachdem meine erste Frau 2001 im Alter von 56 Jahren an Krebs verstarb, war in meinem Leben nichts mehr so wie vorher. 31 glückliche Ehejahre lagen hinter uns. Wir hatten zwei erwachsene Söhne mit eigenen Lebenskreisen. Wie konnte es überhaupt weitergehen? Ich ahnte schon in den ersten Tagen, dass die durchlebte Trauer mich völlig verändern würde. So kam es auch.
Dadurch, dass ich seit vielen Jahren täglich zu Jesus Christus bete, wurde dieser »Kanal« zu einer Art Dauer-Trost-Leitung. Zu meinem Erstaunen tröstete er mich vor, bei und nach der Beerdigung in einer unerwartet sanften Art. Ich fühlte mich geborgen, konnte in reduziertem Maß meinen beruflichen Aufgaben nachgehen und war frei von nagenden Grübeleien. Umso wuchtiger traf mich aber der Trennungsschmerz während der Autofahrten oder beim Betreten der leeren Wohnung, was mir die reale Situation immer wieder klar machte.
Von wegen »Indianer heulen nicht«. Ich lernte, das Trauern körperlich und geistig wirklich zuzulassen und mir auch Zeit dafür zu nehmen. Der Wert von Freundschaften bekam neues und qualitatives Gewicht. Frühzeitig nahm ich mir vor, dass die einschneidende Situation mich nicht zu einem vergangenheitsorientierten Menschen machen sollte. Damit wäre niemandem geholfen gewesen.
Doch in den Wochen und Monaten nach dem schmerzlichen Verlust meiner Frau trösteten mich vor allem zwei Dinge: Sie ist jetzt dort, wo es keine Tränen, Schmerzen und kein Leid mehr gibt, bei Gott im Himmel. Daran hatte sie geglaubt, weil es so in der Bibel steht. Zudem wurde ich langsam ruhig in dem Wissen, dass Gott nicht nur keine Fehler, sondern es gut und zum Besten mit mir macht. Er ist der Urheber, der Anfang und auch das Ziel unseres Lebens.

Klaus Spieker


Frage
Wann haben Sie das letzte Mal Gott für Ihre Ehe und Ihren Ehepartner gedankt?
Tipp
Stellen Sie Gott in den Mittelpunkt Ihrer Ehe!
Bibellese
1. Mose 23

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