Donnerstag, 28. November 2013

Leitvers

Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn.
1. Timotheus 6,6

Christliche Tugenden: Genügsamkeit

Christliche Tugenden: Genügsamkeit

Neulich saßen wir mit ein paar Frauen zusammen und kamen auf das Thema »Neid« zu sprechen. Wir stellten fest, dass jeder von uns hin und wieder mit dieser negativen Eigenschaft zu kämpfen hat. Neid auf die tollen Haare der Freundin, die Begabung der Kollegin, den finanziellen Spielraum der Nachbarn. »Genug ist immer ein bisschen mehr, als man gerade selber hat«, sagt der Volksmund. Und wer meint, nicht genug zu haben, ist schnell neidisch auf den, der es hat.
Ich musste noch länger über unser Gespräch nachdenken. Was ist eigentlich die Ursache dafür, dass ich mich manchmal nicht aufrichtig mitfreuen kann an dem Guten im Leben von anderen und stattdessen Neid in mir aufsteigt? Ich glaube, die Ursache ist ein Mangel an Genügsamkeit. Zufrieden zu sein mit den Dingen, die fest zu meinem Leben und meiner Person gehören und die ich ohnehin nicht ändern kann, das ist herausfordernd. Zumal einem die Werbung immer suggeriert, dass man glücklich wäre, wenn man noch dies oder jenes hätte oder in anderen Umständen leben würde.
Als Christ sollte mir Genügsamkeit aber nicht so schwerfallen. Denn ich weiß, dass Gott seinen einzigen Sohn sterben ließ, nur um mich zu retten. Mit keiner anderen Tat konnte er seine Liebe deutlicher unter Beweis stellen. Warum sollte ich jetzt meinen, dass er mir etwas Gutes vorenthalten würde? Es gibt keinen Grund für mich, Gottes guten Absichten zu misstrauen. Deshalb will ich weniger nach rechts und links schauen und mich mit anderen vergleichen, sondern mehr nach oben schauen und zufrieden sein mit dem, was Gott mir gibt. Andererseits werden Menschen ohne einen liebenden Vater im Himmel immer einen Grund zur Unzufriedenheit finden.

Elisabeth Weise
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Frage
Was versprechen Sie sich von den Dingen, die Sie bei anderen beneiden?
Tipp
»Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.« (Sören Kierkegaard)
Bibellese
Philipper 4,11-13

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