Donnerstag, 30. Juni 2016

Leitvers

Die Zunge aber kann keiner der Menschen bändigen: Sie ist ein unstetes Übel, voll tödlichen Giftes.
Jakobus 3,8

Alltag

Kleine Zunge, große Wirkung!

»Entschuldigung, das habe ich nicht so gemeint.« Haben Sie diesen Satz auch schon einmal gehört? Prinzipiell ist es ja sehr lobenswert, sich für Worte zu entschuldigen, die offensichtlich nicht angemessen waren. Aber zurücknehmen kann man sie damit nicht. Hat der andere einmal gehört, was man gesagt hat, haben die Worte eine sofortige Wirkung, die manchmal nur schwer zu revidieren ist.
Als einmal jemand seine abfälligen Bemerkungen zurücknehmen wollte, nahm der Beleidigte ein Federkissen, schnitt es auf und streute die Federn in den Wind. Dann forderte er den anderen auf, die Federn wieder einzusammeln. Das ging so wenig, wie man etwas Gesagtes wieder zurücknehmen kann.
Jakobus, der Verfasser des oben zitierten Verses, hat diese Macht der Zunge erkannt und sehr radikal dargestellt. Für Beziehungen kann unbedachtes Reden sehr leicht tödlich sein, das haben Sie vielleicht sogar schon selbst erlebt. Deshalb warnt die Bibel an verschiedenen Stellen eindrücklich davor, die Zunge vorschnell und unüberlegt einzusetzen oder für falsche Zwecke zu missbrauchen. Wie so viele andere Verhaltensmaßstäbe Gottes dient auch dieser nur zu unserem Schutz und dem Schutz unserer Mitmenschen.
Aber natürlich müssen Worte nicht immer Schaden anrichten. Wie viel Gutes ist auch schon durch ermunterndes und liebevolles Reden bewirkt worden! Trost, Freude, Zuversicht, Hoffnung und vieles mehr sind sehr positive Auswirkungen von gut eingesetztem und überlegtem Gebrauch der Zunge. So sagt die Bibel auch: »Der Mund des Gerechten ist eine Quelle des Lebens« (Sprüche 10,11). Lassen Sie uns also heute damit anfangen, unsere Worte mit Bedacht zu wählen, um andere zu beleben!

Simona Brand


Frage
An was denken Sie, wenn Sie die Geschichte mit den Federn hören?
Tipp
Erst nachdenken, dann reden!
Bibellese
Jakobus 3,1-12

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