Sonntag, 08. Dezember 2019

Leitvers
Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.

Matthäus 12,20

Das ist mir schnuppe!

Das ist mir schnuppe!

Jetzt in der Weihnachtszeit begegnet uns immer wieder eine Sternschnuppe - als Dekorationselement, als Weihnachtsbeleuchtung, als Plätzchenform. Natürlich ist damit der Stern von Bethlehem gemeint, auch wenn fraglich ist, um welches Himmelsphänomen es sich bei diesem Detail aus der Weihnachtsgeschichte genau handelte. Aber warum sprechen wir eigentlich von einer Sternschnuppe?
Den Docht einer Kerze musste man früher regelmäßig kürzen, damit sie rußfrei weiterbrennen konnte. Dafür wurden häufig spezielle Dochtscheren verwendet, mit denen man - schnipp, schnapp - den Docht bequem abschneiden konnte. Den abgeschnittenen Dochtstummel bezeichnete man dann als Schnuppe. Da er beim Herunterfallen oft noch glimmte, was an die glühenden Meteore am Nachthimmel erinnerte, hat sich der Begriff Sternschnuppe eingebürgert.
Ein solcher abgeschnittener, abgebrannter Dochtstummel ist so ziemlich das Unbrauchbarste, was man sich vorstellen kann. Er ist absolut wertlos und zu nichts nutze. Daher sagen wir, dass uns etwas schnuppe ist, wenn uns etwas überhaupt nicht interessiert.
Ob Stern oder Sternschnuppe von Bethlehem - die Weihnachtsgeschichte zeigt in jedem Fall, dass wir Menschen Gott nicht egal, also nicht »schnuppe« sind. Und das, obwohl jeder von uns wegen seiner Schuld und Sünde eigentlich völlig unbrauchbar und wertlos für ihn ist - wie ein glimmender Dochtrest. Aber in Jesus Christus kam Gott selbst zu uns. Er, von dem die Bibel sagt, dass er »den glimmenden Docht nicht auslöscht«, hat sich in Liebe uns Menschen zugewandt. Und bis heute bietet er jedem Vergebung von Schuld und neues, ja, sogar ewiges Leben an. Das ist die gewaltige Botschaft von Weihnachten - und die sollte niemandem schnuppe sein.

William Kaal

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Frage
Warum ist Weihnachten ein Liebesbeweis Gottes?
Tipp
Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin. (Paulus in 1. Timotheus 1,15)
Bibellese
Matthäus 2,1-12

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