Donnerstag, 01. März 2012

Leitvers

Und der König sprach zu mir: Um was bittest du denn? Da betete ich zu dem Gott des Himmels.
Nehemia 2,4

Stoßgebet

Stoßgebet

Wie viele andere Herrscher wollten auch die persischen Könige nicht mit dem Elend der Welt konfrontiert werden. In ihrer Gegenwart durfte nicht einmal ein trauriges Gesicht gezeigt werden. Das konnte mit dem Tod bestraft werden.
Nun hatte Nehemia gehört, seine Heimatstadt Jerusalem liege immer noch und schon seit 150 Jahren in Trümmern. Das betrübte ihn bis ins Innerste. Er vergaß ganz, dass er vor dem König stand, dem er als Mundschenk diente. König Artasasta hatte wohl gerade keine Lust zum Köpfen, oder Nehemia war ihm zu schade dafür, jedenfalls fragte er ihn nur, warum er so traurig aussehe. Heftig erschrocken versuchte sich Nehemia zu fassen und sagte dann dem König den Grund seiner Trauer. Darauf folgt, was in unserem Tagesvers steht.
Bevor Nehemia dem König antwortete, richtete er ein Stoßgebet zum Himmel. Sicher dankte er Gott kurz für die gute Laune des Königs und bat ihn, dass nun auch sein Herzenswunsch erfüllt würde. Wie gern hätte er die Stadt seiner Väter wieder aufgebaut!
Vielleicht sagt jetzt mancher Leser: »Gut, dass ihm in dieser Situation und bei so viel Aufregung Gott einfiel!« Wer aber ein wenig Ahnung vom Beten hat, der weiß, dass Gott in solcher Lage nur dem in den Sinn kommt, der auch sonst mit ihm im Gebet zu reden gewohnt ist.
Wäre es nicht gut, wenn wir in kleinen und großen Entscheidungssituationen zuerst an Gott dächten und ein Stoßgebet zum Himmel richteten? Er allein weiß, was die richtige Antwort, die richtige Entscheidung ist; denn nur Gott überblickt alle Umstände, nur er weiß, was unser Gegenüber wirklich mit dem meint, was er sagt. Er allein weiß, was gut für uns ist, und womit wir wirklich Gott und Menschen dienen können.

Hermann Grabe
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Frage
Was wäre besser, als einen allwissenden Freund zur Seite zu haben?
Tipp
Ein Stoßgebet gibt augenblicklich wunderbare Sicherheit und Ruhe.
Bibellese
Nehemia 1,1 - 2,8

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