Sonntag, 02. Februar 2014

Leitvers

Als aber zwei Jahre verflossen waren, bekam Felix den Portius Festus zum Nachfolgen; und da Felix sich bei den Juden in Gunst setzen wollte, hinterließ er den Paulus gefangen.
Apostelgeschichte 24,27

Felix (3): Die große Chance vertan

Felix (3): Die große Chance vertan

Die Ausführungen von Paulus über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit hielten dem skrupellosen Machtmenschen Felix und der treulosen Lebedame Drusilla einen Spiegel vor Augen. Sie erkannten darin in unangenehmer Weise die moralischen Flecken ihres Lebens. Zumindest Felix wurde in seinem Gewissen getroffen. Paulus beruhigte die beiden nicht mit billigem Trost im Sinne von: »Wir sind alle kleine Sünder.« Stattdessen sprach er von dem kommenden Gericht. Damit meinte er nicht die Gefahr einer Verurteilung durch den römischen Kaiser Nero. Vielmehr wies er mit aller Deutlichkeit darauf hin: »Gott hat einen Tag bestimmt, an dem er die ganze Erde in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann. Diesen hat er als Herrn und Richter beglaubigt, indem er ihn aus den Toten auferweckte« (Apostelgeschichte 17,31).
Felix wusste genau, dass er vor diesem Richter nicht mehr »der Glückliche« sein würde. Und so bekam er es mit der Angst zu tun. Zu dieser Stunde war er in das göttliche Licht gestellt worden. Diese Situation war der entscheidende Moment in seinem Leben. Jetzt wurden die Weichen für die Ewigkeit gestellt. Statt in seiner Angst zu rufen wie der Gefängniswärter in Philippi: »Was muss ich tun, um gerettet zu werden?« (Apostelgeschichte 16,30), wich er einer Entscheidung aus: »Für jetzt ist es genug. Du kannst gehen. Wenn ich Zeit habe, werde ich dich wieder rufen lassen«, sagte er zu Paulus.
Jemand hat einmal gesagt: »Des Teufels liebstes Möbelstück ist die lange Bank.« Durch das Aufschieben hatte Felix die Chance vertan, ein »Glücklicher« für die Ewigkeit zu werden. Sein irdisches Glück erwies sich als brüchig. Zwei Jahre später wurde er als Statthalter abberufen und von den Juden vor Nero verklagt.

Gerrit Alberts
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Frage
Was bedeutet es hier und jetzt, die Weichen für die Ewigkeit zu stellen?
Tipp
Auf der »langen Bank« sollten wir lieber nicht Platz nehmen!
Bibellese
Apostelgeschichte 24,22-27

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