Mittwoch, 02. März 2016

Leitvers

Mit ihr (der Zunge) preisen wir unseren Herrn und Vater,und mit ihr verfluchen wir andere Menschen, die nach Gottes Bild geschaffen sind.
Jakobus 3,9

Worte wirken – Schweigen auch

Worte wirken – Schweigen auch

Nur unsere Zunge kann hörbar machen, was in unserer Gedankenwelt vor sich geht. Mit unserer Zunge, mit der Sprache können wir unser Inneres offenbar machen. Nachdenklich, unsicher und wohl auch betroffen müssen wir feststellen, dass wir zwar vieles ausgesprochen haben, uns aber auch nicht annähernd mehr erinnern können, was wir wann und wie zu wem gesagt haben – und welche oft so nachhaltige Wirkung unsere Worte ausgelöst haben, bis hin zu einer lebenslangen Verletzung. Das könnte die Folge spontaner, unkontollierter Äußerungen sein oder die vermeintliche »Notwendigkeit ungeschminkter Wahrheit«.
Es gibt noch einen anderen Aspekt unserer »Kommunikation« miteinander: Verfälschung durch Verkürzung oder Übertreibung; im Ergebnis eine Form der Unwahrheit. Wir reden manchmal unaufrichtig miteinander, vielleicht, um Konflikten auszuweichen, nicht zu verletzen oder auch, um unser »Selbstbild« nicht zu beschädigen. Wir offenbaren dann nicht, wie wir wirklich denken und empfinden.
Wenn wir dem zustimmen müssen, wäre es dann nicht besser und vor allem schuldvermeidend, sich gar nicht zu äußern, zu schweigen? Aber geht das? Löst der Schweigende nicht oft eben durch sein Schweigen Irritation und Misstrauen aus? Dann kann auch Schweigen zur Schuld werden, wenn wir uns damit verstecken oder verweigern.
Aus diesem »Dilemma« führt nur ein Weg heraus: Wir brauchen täglich neu Vergebung und die Bitte an Gott um ein reines Herz, eine reine Gesinnung, ein geheiligtes Leben. Dann können wir mit unserer Zunge unseren Gott preisen. Und unser unverkrampft freundlicher und authentischer sprachlicher Umgang mit Menschen kann Halt und Orientierung für sie bedeuten.

Jürgen Polanz


Frage
Wüssten Sie gerne, was Ihre Worte bewirkt haben – oder lieber nicht?
Tipp
Bitten Sie Gott um Bewahrung bei Ihrem Reden.
Bibellese
Jakobus 3,1-12

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