
Und ich selbst werde ihm ringsherum eine feurige Mauer sein, spricht der HERR.
Sacharja 2,9

Eine Mauer soll das hinter ihr Liegende schützen. Die Chinesische Mauer etwa sollte das Kaiserreich vor der Invasion nomadischer Reitervölker des Nordens bewahren. Die Hamburger Wallanlagen waren Schutzwälle, die die Hansestadt während des Dreißigjährigen Krieges uneinnehmbar machten. Doch irgendwann fangen Mauern an zu bröckeln, und der sichere Halt geht mehr und mehr dahin.
Während Steinmauern also nur einen bedingten Haltbarkeitswert haben, beschreibt Sacharja im Tagesvers eine absolut sichere und beständige Mauer: Gott selbst! Der Allmächtige verspricht den aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Juden, dass er eine feurige Befestigung um die (noch mauerlose) Stadt Jerusalem sein wird. Diese Gottes-Mauer wird sogar normale Mauern überflüssig werden lassen und es erlauben, »Jerusalem als offene Stadt zu bewohnen« (Sacharja 2,8).
Nun kann man fragen: Was hat das mit mir in Europa zu tun? Schließlich schützen wir unsere Städte nicht mehr durch Mauern oder ähnliche bauliche Vorrichtungen. Aber es gibt noch etwas anderes, das damals wie heute besonderen Schutz braucht: unser Herz. Wir stehen im Bild gesprochen unter Dauerbeschuss: Krisen, Katastrophen und Konflikte wollen uns lähmen und Sorgen machen. Wir merken, wie wir angesichts unserer Unzulänglichkeit verzweifeln.
Doch tatsächlich muss es nicht bei unserer Angst bleiben. Denn wer auf Gott und seine Stärke vertraut, hat den besten Verteidigungswall und den umfassendsten Schutz, den die Welt je gesehen hat. Wie in den Tagen des Wiederaufbaus Jerusalems wird sich die Gegenwart Gottes auch zwischen uns und jeden Angreifer stellen (2. Mose 14,19-20). Wenn wir Jesus Christus in unser Herz aufnehmen, kann uns niemand überwinden (Sprüche 18,10).

Worauf vertrauen Sie angesichts verschiedener Dinge, die Sie in Beschlag nehmen wollen?

Gottes Ringmauer kann nicht zerbröckeln oder zerstört werden - sie hält ewig.
