Samstag, 04. Februar 2017

Leitvers

Der HERR hat mein Flehen gehört; mein Gebet nimmt der HERR an.
Psalm 6,10

Begegnung im Krankenhaus

Begegnung im Krankenhaus

Eine liebe Bekannte lag schon einige Zeit im Krankenhaus. Endlich hatte es geklappt, sie zu besuchen. Ehe ich wieder ging, durfte ich noch einen tröstenden Abschnitt aus der Bibel lesen und für sie beten. Als ich aus dem Zimmer trat, sah ich schräg gegenüber eine junge Frau im Trainingsanzug. Sie stand bei einer kleinen Sitzgruppe und war offensichtlich sehr erschüttert. Sie machte einen wirklich verzweifelten Eindruck. Mir war, als sagte mir eine innere Stimme: »Geh hin zu ihr.« So ging ich zu ihr, sprach sie an und fragte, ob sie Schmerzen habe. Mit verweinten Augen schaute sie mich an und schüttelte den Kopf. Dann sagte sie: »Ich habe eben eine schlimme Diagnose bekommen. Ich habe einen Hirntumor.«
Ich konnte es kaum fassen. Man hatte ihr die Diagnose mitgeteilt und sie damit einfach alleingelassen. »Darf ich für Sie beten?«, fragte ich spontan. Ungläubig sah sie mich an. Als ich sie fragte, wie sie hieße, sagte sie mir ihren Namen. Dann faltete ich die Hände und betete für sie. Ich bat Gott um Hilfe für diese junge Frau, aber auch um innere Ruhe und neue Kraft. Auch flehte ich zu Gott, den Ärzten die nötige Weisheit zu schenken, sie richtig zu behandeln. Aber genauso wichtig war es mir, dass sie den lebendigen Gott so kennenlernte, wie ich ihn kennen darf. Das alles durfte ich im Gebet sagen. Ehe ich weiterging, schenkte ich der jungen Frau noch mein Neues Testament, aus dem ich vorher im Krankenzimmer vorgelesen hatte. »Hier finden Sie alles, was Sie zum Leben brauchen, auch Kraft und Trost«, gab ich ihr als Tipp mit. Später erfuhr ich, dass sie froh und getröstet zurück in ihr Zimmer gegangen war.
Und auch ich war froh – weil ich dieser Frau zeigen durfte, wie man zu Gott beten kann.

Joschi Frühstück
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Frage
Wo finden Sie Trost und Hilfe, wenn Sie am Ende sind?
Tipp
Fragen Sie nach Gott, solange es Ihnen noch gut geht, und nicht erst dann, wenn Not und Sorge Sie erreichen.
Bibellese
Jesaja 38

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