Freitag, 04. Juli 2003

Leitvers

Denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen.
2. Korinther 5,7

Wolkenobergrenze: 1600 Meter

Wolkenobergrenze: 1600 Meter

Alles war geplant. Die Fahrt mit der Seilbahn auf den Gipfel. Die Wanderung über die nördliche Alpsteinkette und die Rückfahrt mit der Appenzeller Bahn. Am nächsten Morgen sollte es losgehen.
Doch das beim Erwachen immer deutlicher werdende Tropfen signalisierte mir, dass unsere Bergtour sicher ins Wasser fallen würde. Der Blick zum Fenster bestätigte meine Befürchtung. Die gestern so strahlende Landschaft hatte sich in feuchtgrauen Nieselregen gehüllt. Der Wetterbericht im Radio verhieß auch keine guten Aussichten: Regenwolken über der Ostschweiz. Ich drehte mich um und wollte weiterschlafen. Der Rest des Wetterberichtes war uninteressant geworden: Temperaturen, Sicht- und Windverhältnisse. Doch plötzlich war ich hellwach! Was sagte der Sprecher? Wolkenobergrenze 1600 m? Sofort sprang ich aus dem Bett und telefonierte mit Karl. Tatsächlich, Karl hatte auch den Wetterbericht gehört und war guter Zuversicht, dass wir unsere Bergtour heute doch noch unternehmen könnten.
Nur wenige Personen wollten mit uns in die Seilbahn. Die nassen Scheiben der Gondel verzerrten den Durchblick. Wolkenfetzen zogen vorüber, bevor wir völlig im Nebel verschwanden … Doch bald darauf wurde alles ganz hell. Gleißendes Sonnenlicht blendete uns. Wir schwebten über einem riesigen Wolkenmeer, in dem die Berge wie Inseln unter einem strahlend blauen Himmel lagen. Es war ein herrlicher Anblick. »So wird es sein, wenn man vom Glauben zum Schauen kommt«, sagte Karl und ich erwiderte: »Ja, das stimmt. Wie herrlich wird es wohl erst im Himmel sein?«

Bernd Grunwald


Frage
Sitzen Sie in der »Seilbahn«, die zum Himmel fährt?
Tipp
»Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden.«
Bibellese
2. Korinther 5,1-10

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