Mittwoch, 04. August 2027

Leitvers

Ich, ich bin es, der deine Verbrechen auslöscht um meinetwillen, und deiner Sünden will ich nicht gedenken.
Jesaja 43,25

Alltag

Ein Reifen vergisst nichts

Ich hatte einen Arzttermin und musste ein MRT machen lassen. Mit dem Auto fuhr ich in ein Parkhaus in der Nähe der Klinik. Wie immer zog ich ein Ticket, die Schranke öffnete sich, und ich fuhr los. Plötzlich gab es einen Knall, ein Ruck ging durch das Auto, so als hätte ich etwas gerammt. Was habe ich übersehen?, schoss es mir durch den Kopf. Doch dann hörte ich ein lautes Zischen: Das rechte Vorderrad war geplatzt!

Ungläubig besah ich mir den kaputten Reifen. Wie hatte das nur passieren können? Der Reifen war doch noch relativ neu! Da fiel es mir ein: Ein paar Tage zuvor war ich über einen Bordstein gerumpelt. Damals hatte ich mir nichts weiter dabei gedacht, aber wahrscheinlich war der Reifen bei dieser Aktion beschädigt worden. Nun war er geplatzt: im Parkhaus, als mein Auto fast stillstand. Drei Tage vorher war ich mit meiner Frau noch über 600 Kilometer auf der Autobahn gefahren. Was hätte da alles passieren können? Wie schnell kann aus einer kleinen Beschädigung eine lebensbedrohliche Situation werden! Daher dankte ich Gott für seine Bewahrung.

Man sagt: »Ein Reifen vergisst nichts.« Ja, Reifen können »nachtragend« sein. Ein kleiner Defekt kann einige Tage, Wochen oder Monate später zum Problem werden und das Auto zum Stillstand bringen. Mein Erlebnis im Parkhaus hat mir vor Augen geführt, wie dankbar ich sein kann, dass Gott anders ist. Wenn ich ihm meine Sünden bekenne, hält er sie mir nicht irgendwann einmal wieder vor. Er sagt nicht: »Aber gestern hast du doch schon einmal …« Nein: Er vergibt wirklich und vollständig. Durch den Tod des Herrn Jesus auf Golgatha sind meine Sünden ausgelöscht und vergeben, für immer und ewig. Gott wird nie wieder an sie denken. Das ist wirklich wunderbar!


Joschi Frühstück
Frage

Wo sind Sie anderen gegenüber im Miteinander nachtragend - und umgekehrt?

Tipp

Derjenige, der anderen etwas trägt, trägt das gesamte Gewicht der Last.

Bibellese
Lukas 19,1-10

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