
Als nun Ruben wieder zur Grube kam und Josef nicht darin fand, zerriss er sein Kleid und kam wieder zu seinen Brüdern und sprach: Der Knabe ist nicht da! Wo soll ich hin?
1. Mose 37,29-30

Ein Vater, Jakob, bevorzugt einen seiner zwölf Söhne, den Josef. Seine Brüder reagieren mit Neid. Eines Tages, die Brüder hüten die Herde in der Wildnis, kommt Josef dazu. Die missgünstigen Brüder fassen einen mörderischen Plan: Hier, in der Wildnis, ohne lästige Zeugen, wollen sie Josef töten und es wie einen Tierangriff aussehen lassen. Ruben, einer der Brüder, hat Skrupel: Er schlägt vor, nicht aktiv Hand an Josef zu legen, sondern ihn in eine Grube zu werfen. Tatsächlich hatte er vor, Josef später heimlich zu retten. Denn eine Grube ohne Wasser hätte für Josef in der Wildnis den sicheren Tod bedeutet.
Ruben muss sich dann kurz entfernt haben. In der Zwischenzeit zieht eine Sklavenhändlerkarawane vorbei und Juda, ein weiterer Bruder, kommt auf die Idee, Josef zu verkaufen. So geschieht es. Dann kehrt Ruben zurück und muss mit Entsetzen feststellen, dass die Grube leer ist - und Josef verschwunden! Wohin sollte er nun mit der Last seines Gewissens? Hätte er doch sofort eingegriffen! Er fügt sich in den Plan der Übrigen, man schlachtet ein Tier, taucht die Kleider Josefs in Blut und bringt diese dem Vater, der untröstlich ist und viele Jahre über Josefs vermeintlichen Tod trauert. Ruben wird dieses Leid jeden Tag sehen!
Auch heute schlittert man schnell in eine Sache hinein und lädt Schuld auf sich. Oft tragen wir jahrelang daran und haben die Folgen unserer Fehler täglich vor Augen. Wohin mit der Schuld? Josefs Brüder bekennen schließlich ihr Verbrechen und erleben Versöhnung. Das ist wie eine Wegbeschreibung für uns heute, die uns zu Jesus Christus führt: Wer unter der Last seiner Schuld ächzt, kann zu ihm beten, ihm seine Schuld bekennen und erlebt Vergebung und Versöhnung mit Gott.

Was macht man mit einem belasteten Gewissen?

Jesus Christus vergibt jede Schuld!
