
Nimm ihm das Gewand, denn er hat für einen Fremden gebürgt!
Sprüche 20,16

Stellen Sie sich vor: Das Semester beginnt, doch Sie haben noch keine Studentenbude! Für viele junge Leute ist das die harte Realität, denn in vielen Unistädten herrscht Wohnungsknappheit. Wenn ein Studienanfänger irgendwo unterkommen will, gestaltet sich die Wohnungssuche schwierig und funktioniert meist nicht ohne eine Elternbürgschaft. Das bedeutet, dass die Eltern im Falle eines Mietrückstandes zur Kasse gebeten werden oder wenn in der Unterkunft etwas zu Bruch gegangen ist.
Ein Bürge ist also jemand, der für einen anderen den Kopf hinhält. Nun springt man gern als Garant für das eigene Kind ein, aber wer bürgt schon für eine wildfremde Person? Die Bibel warnt davor deutlich.
Doch genau das hat Jesus Christus für uns gewagt. Jeder von uns steht bei Gott durch seine Sünden in einem horrenden »Zahlungsrückstand« - einer Schuld, die wir niemals selbst aus der Welt schaffen können. Zudem sind wir Gott gegenüber von Natur aus fremd und feindlich eingestellt. Trotzdem übernahm Jesus die Gewährleistung: »Rechne seine Schuld mir an, ich will bezahlen!« Und er hat bezahlt - mit seinem teuren Leben, den vollen Preis. Zugleich erfüllte sich, was im obigen Tagesvers als Konsequenz für den Bürgen in Aussicht gestellt wird: Man entwendete Jesu Gewand. Die Soldaten, die mit seiner Kreuzigung beauftragt waren, nahmen seine Kleider und teilten sie unter sich auf. Bei seinem Untergewand ließen sie das Los entscheiden, wer es bekommen sollte (Johannes 19,23-24).
Jesus wurde Bürge für mich Fremden. Er wurde haftbar gemacht, um die offene Rechnung zwischen mir und dem allmächtigen Gott für immer zu begleichen. Wer diese Liebestat im Glauben annimmt, wird vom Feind Gottes zum Kind Gottes gemacht.

Für welche Person würden Sie eine Bürgschaft übernehmen?

Überlassen Sie Ihren Schuldenberg dem wahren Bürgen!
