Donnerstag, 04. November 2004

Leitvers

Sie (die Liebe) freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sondern sie freut sich mit der Wahrheit.

1. Korinther 13,6

Klatsch und Tratsch

Klatsch und Tratsch

Klatsch und Tratsch ist so alt wie die Menschheit. Er gehört sozusagen zu uns. Wir alle klatschen. Täglich – leider! Wir können fast gar nicht anders. Sobald sich zwei Leute auf der Straße begegnen, ob am Gartenzaun, auf der Straße oder sonst wo und dabei über dritte reden ist das Klatsch. Meistens geht es um Fehlverhalten und Abweichung von der Norm. Fremdgehen, Scheidung, missratene Kinder sind Anlass für Mitleid und Schadenfreude der kleinen Leute, die sich nicht selten für die besseren oder auch »Gutmenschen« halten. Prominente Mitmenschen sind darüber hinaus Freiwild für alle; sie regen unsere Phantasie und damit unseren Alltagsklatsch ganz besonders an. Auf diese Weise werden sie auf ein menschliches Maß zurückgestutzt, so dass mancher sagt: »Sie haben Ehre und Ruhm, Geld, schicke Autos und ein buntes Leben, aber trotzdem saufen und lügen sie und gehen fremd, genau wie ich.
Christen sollten sich am Klatsch nicht beteiligen, erstens, weil unser Bibelwort neben vielem anderem das Verbreiten von bösen Dingen verbietet, noch dazu, weil Klatsch meistens übertreibt und nur Gemeinheiten unterstellt.
Als einmal ein aufgeregter Mensch zu Sokrates kam und ihm etwas über einen gemeinsamen Bekannten berichten wollte, fragte ihn der Weise: »Hast du deine Botschaft schon durch die drei Siebe gegossen?« »Welche Siebe?« »Das erste Sieb heiß: Ist die Geschichte bestimmt wahr? Das zweite heißt: Wird der Person dadurch geholfen, dass du mir die Geschichte erzählst? Und das dritte heißt: Ist sie gut für den, der sie hört?« Sokrates hat die Geschichte daraufhin nicht erfahren. Wären wir doch alle so klug wie der alte heidnische Philosoph!

Hermann Grabe
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Frage
Würden Sie weiter über einen Mensch herziehen, wenn dessen Mutter hereinkäme?
Tipp
Gott hat sich als Helfer der Bedrängten deklariert.
Bibellese
Jona 4,1-11

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