Mittwoch, 05. Januar 2000

Leitvers

Ihr Männer, liebt eure Frauen,
und seid nicht bitter gegen sie!

Kolosser 3,19

Wo sind nur die Flitterwochen geblieben?

Wo sind nur die Flitterwochen geblieben?

Ist das nicht ein sonderbarer Spruch, der da in der Bibel steht? Seit wann muss uns Männern die Liebe denn befohlen werden? Ist das denn nicht selbstverständlich? Kommt die Liebe denn nicht plötzlich über einen Menschen? Fragt man junge Leute, warum sie heiraten, heißt die Antwort: »Na, weil wir uns lieben!«
Und woher kommt die Liebe, wie entsteht sie? Die altbekannte Gänseblümchen-Methode »Sie liebt mich? Sie liebt mich nicht?« mag zwar romantisch sein, gleicht aber m. E. mehr einem russischen Roulettspiel. Auch das Gefühl der »Schmetterlinge im Bauch« bzw. gewisse Atembeschwerden oder weiche Knie mögen zwar manchmal Begleiterscheinungen akuter Liebes-Empfindungen sein, sind aber sicherlich nicht ein wirkliches, sicheres Indiz, geschweige denn Basis für eine dauerhafte Liebesbeziehung. Auch wenn man meint, sie sei aus heiterem Himmel gefallen. Was fällt dann wohl, wenn der Himmel bewölkt oder gar gewittrig wird ...?
Die Bibel geht eigenartigerweise davon aus, dass die Liebes-Beziehung zwischen mir und meiner Frau ein bewußter Willensentschluss ist, den ich vollziehen muß. Eventuell auftretende negative Emotionen habe ich ebenso bewusst zu abzuweisen. Wer das mit Gottes Hilfe gelernt hat, wird erfahren, dass auch die guten Gefühle der Liebe nicht lange auf sich warten lassen und dauerhafte Begleiter der gewollten Liebe werden. Wenn Gott mir die Liebe als willentlichen Entschluss aufträgt, darf ich ihn darum bitten, mir dazu auch die Treue zu geben. Ich bin dankbar, dass ich so nun seit über 30 Jahren eine tiefe und innige Liebe zu meiner Frau haben darf.

Eberhard Platte
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Frage
Warum habe ich geheiratet? Kommt meine Liebe nur aus meinem Gefühl oder ist sie täglich neu ein bewusster Willensentschluss?
Tipp
Ich will neu meine Frau/meinen Mann von Herzen lieben und alle eventuellen negativen Empfindungen bei Gott abladen.
Bibellese
Markus 1,21-28

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