
Eisen wird aus der Erde herausgeholt, und Gestein schmelzt man zu Kupfer um. Der Finsternis hat der Mensch ein Ziel gesetzt, und bis in die äußersten Tiefen durchforscht das … verborgene Gestein.
Hiob 28,2-3

Heute vor einem Jahr wurde die Förderbrücke F60 in Jänschwalde, Brandenburg, gesprengt. Nun gibt es weltweit nur noch vier Exemplare dieses technischen Wunderwerks, das mehr als 13,5 Tonnen wog und jedes Jahr ca. 14 Millionen Tonnen Braunkohle freilegte. Für viele Kohlekumpel, die der Sprengung dieses »liegenden Eiffelturms« mit gebührendem Abstand beiwohnten, wurden alte Erinnerungen an ihre Zeit im Tagebau Jänschwalde wach.
Zwar haben bereits viele Seen die ehemalige Bergbaulandschaft ersetzt (am prominentesten wohl der Senftenberger See), doch ist der Tagebau nach wie vor Teil der kollektiven Identität der Lausitzer. Die mehr als 100 Jahre andauernde Förderung eines Bodenschatzes hat der Region nachhaltig ihren Stempel aufgedrückt; diese Prägung bleibt bestehen - wie z. B. auch die ehemaligen Kumpel im Ruhrgebiet oder im Erzgebirge bestätigen werden.
Interessant ist ein Blick auf die Geschichte des Bergbaus. Das ca. 1445 v. Chr. verfasste Buch Hiob erlaubt Einblicke in eine längst vergangene Zeit. Doch schon damals gab es ihn: den Bergbau. Zur Freilegung wertvoller Ressourcen begab sich der Mensch in Gefahr und rang der Erde ihre Bodenschätze ab. Aber zu welchem Zweck berichtet dieses Buch aus der späten Bronzezeit überhaupt vom Bergbau? Tatsächlich will das Kapitel 28 auf einen Schatz hinaus, den man nicht in der Erde finden kann: »Die Weisheit also - woher kommt sie, und wo ist die Fundstätte der Erkenntnis? Verborgen ist sie vor den Augen aller lebenden Wesen und verhüllt sogar vor den Vögeln des Himmels«, heißt es in den Versen 20 und 21. Das bedeutet: Wie tief man auch gräbt, die Kompetenz zur Meisterung des Lebens ist nirgends im Erdinneren zu finden. Wo dann? Das verrät der Rest des »Bergbau-Kapitels«.

Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Kompetenz, um ein erfolgreiches Leben zu führen?

Finden Sie es heraus und lesen Sie das 28. Kapitel aus dem Buch Hiob - z. B. online auf bibleserver.com.
