
… ein jeder nicht auf das Seine sehend, sondern ein jeder auch auf das der anderen.
Philipper 2,4

»Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.« So oder so ähnlich leben wir heute als Gesellschaft. Als ein Brief meiner Krankenkasse kam, sah ich das erneut bestätigt. Hier war die Rede vom »Alltags-Ich«, dem »Sport-Ich«, dem »Entspannungs-Ich« und dem »Gesundheits-Ich«. Es war die nette und gut gemeinte Ermutigung, die persönlichen Gesundheitsziele zu erreichen und die Services und Angebote der Krankenkasse zu nutzen.
Das passt gut zum allgemeinen Trend. Es geht häufig um mich: meine Bedürfnisse, meine Wünsche und meine Gefühle. Der Blick auf den Nächsten ist da in weite Ferne gerückt. Jeder kümmert sich vorrangig erst einmal um sich selbst. Wir pflegen unser Image, achten penibel auf unser öffentliches Erscheinungsbild und präsentieren uns möglichst ansehnlich in den sozialen Medien. Im Grunde ist jeder Mensch ein Egoist. In Krisenzeiten oder schon alltäglichen Herausforderungen sind wir meist auf unseren eigenen Vorteil bedacht. Wenn es hart auf hart kommt, ist sich jeder selbst der Nächste.
Die Bibel hingegen ermutigt uns zu einem weit besseren Weg. Wir sollen einen Blick für die Menschen um uns herum haben, anderen eine Hilfe sein und einen Blick für die Not des anderen haben, statt mit Scheuklappen nur unsere eigene Lebenswelt zu sehen.
Gott sei Dank war Jesus Christus anders. Er achtete nicht auf seinen eigenen Vorteil, sondern gab alles um unseretwillen auf. Er war nicht rücksichtslos mit den Nöten von Menschen, sondern zeigte Mitgefühl. Er gab sogar sein eigenes Leben, damit wir Menschen das ewige Leben haben können. Jesus Christus ist das perfekte Vorbild! Er war uneigennützig, selbstlos, freigiebig und hingebungsvoll. Dieses Beispiel ist nachahmenswert.

Wie nehmen Sie das Miteinander in der Gesellschaft und seine Entwicklung wahr?

Jesus gibt uns die Frage mit: Welche Hilfe wünschst du dir selbst, wenn du sie brauchst? Dann gib sie anderen weiter!
