Mittwoch, 07. April 2010

Leitvers

Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.
Johannes 19,7

Wer mag da noch helfen?

Wer mag da noch helfen?

200 Ärzte fuhren in einem amerikanischen Jumbo Jet zu einem Kongress nach New York. Plötzlich hieß es über Lautsprecher: Falls ein Arzt an Bord sei, möge er sich doch einer eben erkrankten Frau annehmen. Keine Reaktion. Niemand stand auf, um zu helfen. Schließlich konnte es ein junger Arzt nicht mehr aushalten, ging nach vorn und versorgte die Frau. Nach der Landung kamen die Kollegen erregt auf ihn zu und sagten, er habe einen gefährlichen Fehler begangen, denn in den USA gebe es ein Gesetz, nach dem außerhalb der Krankenhäuser sogar eine Leben erhaltende Spritze als Körperverletzung angezeigt werden kann. Käme es bei der Spritze noch zu einem Bluterguss, könnte der Patient den Arzt um 1,5 Millionen Dollar Schmerzensgeld verklagen. Schon mancher hilfsbereite Mensch habe sich auf diese Weise lebenslang unglücklich gemacht.
Das Gesetz war zum Schutz der Persönlichkeit der Bürger erlassen worden, hatte sich aber ins Gegenteil verkehrt; denn wer möchte ein solches Risiko auf sich nehmen, horrende Strafen zu zahlen, wenn er doch nur helfen wollte? Gottes Gesetze waren den Menschen zu ihrem Heil gegeben worden. Doch wie wir in unserem Tagesspruch sehen, wurden sie benutzt, um den ans Kreuz zu bringen, der gekommen war, uns Menschen vom ewigen Untergang, vor dem ewigen Verlorensein, zu retten. Dass Christus, der Sohn Gottes, trotz dieser haarsträubenden Undankbarkeit zu uns auf die Erde kam, zeigt zwei Dinge: 1. wie lieb er uns, seine Geschöpfe, hat, und 2. wie nötig wir seine Hilfe brauchen. Denn das sieht jeder: Hier geht es nicht um ein wenig moralische Kosmetik, sondern um Sein oder Nichtsein.

Hermann Grabe
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Frage
Wie reagieren Sie auf so viel Freundlichkeit?
Tipp
Gottes Langmut ist groß; aber nicht endlos.
Bibellese
Johannes 19,1-16

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