Sonntag, 07. Juni 2009

Leitvers
Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüber dabeistand, sah, dass er so verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.

Markus 15,39

Einer, der was gelernt hat!

Einer, der was gelernt hat!

Der Hauptmann, der bei der Kreuzigung des Herrn Jesus anwesend war, verbrachte lediglich drei Tage mit dem Herrn zusammen. Er begleitete ihn von seiner Verhaftung im Garten Gethsemane bis zu seiner Kreuzigung auf Golgatha. Aber innerhalb kürzester Zeit wurde aus einem gottlosen Mann ein Gläubiger. Wie kam es zu dieser Änderung?
Als Erstes sah der Hauptmann, dass der Herr Jesus ein Mensch war. Er hatte mitbekommen, wie man Simon vor Kyrene zwang, ihm sein Kreuz nachzutragen. Er hörte, wie der Herr Jesus sagte: »Mich dürstet«, und er sah, wie Blut aus seiner Seite floss. Nachdem er alles gesehen hatte, stellte er fest, dass er wahrhaftig Mensch war.
Andererseits erkannte er mit großem Erstaunen, dass Jesus gleichzeitig Gottes Sohn war. Der Herr Jesus wurde von den Soldaten angespien und geschlagen, aber er verfluchte sie nicht. Am Kreuz bat er sogar um Vergebung für die Soldaten, die ihn so gedemütigt und seine Hände und Füße ans Kreuz genagelt hatten (Lukas 23,34). Als einer der Mitgekreuzigten um Erbarmen flehte, versicherte er ihm, dass er heute noch mit ihm im Paradies sein würde (Lukas 23,42-43). Er erlebte unbeschreibliche Schmerzen und dachte nicht an sich selbst, sondern bat den Jünger Johannes, dass er sich um seine Mutter kümmern solle (Johannes 19,26-27). Sein Verhalten war für einen Gekreuzigten völlig unnormal. Was war das für ein Mensch? Ein Mensch, der seine Feinde liebte und nicht einmal am Kreuz an sich selbst dachte! Das war nicht menschlich, sondern göttlich. Und so wurde der Hauptmann überzeugt, dass dieser Mensch wahrhaftig Gottes Sohn war.

Stephen Harding


Frage
Was wird bei uns offenbar, wenn wir schlecht behandelt werden?
Tipp
Während der Herr Jesus Christus nur den Hass der Menschen zu spüren bekam, erfuhren die Menschen nur göttliche Liebe.
Bibellese
Matthäus 27,27-31

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