Montag, 07. November 2005

Leitvers
Und Jesus fragte seine Jünger:
»Für wen halten mich die Leute eigentlich?«

Matthäus 16,13

Einmal Mäuschen spielen!

Einmal Mäuschen spielen!

Sie haben sich um eine lukrative Stelle beworben. Die Sache läuft gut. Ein anderer Bewerber und Sie sind in die engere Wahl gekommen und vorgeladen worden. Gerade haben Sie sich der Geschäftsleitung vorgestellt und warten im Vorzimmer auf die Entscheidung. Ich bin überzeugt, jetzt würden Sie gerne einmal Mäuschen spielen, um unbemerkt mitzubekommen, welchen Eindruck Sie bei diesem Gespräch hinterlassen haben. Es lässt uns nicht kalt, wie andere Menschen über uns denken und urteilen. Diese Neugierde kannten bereits Herrscher vor vielen Jahren, die sich als einfache Bürger unter das Volk mischten, um die Meinung der Untergebenen zu erfahren.
Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs. Schweigend gehen sie nebeneinander. Plötzlich unterbricht Jesus Christus die Stille und fragt: »Für wen halten mich die Leute eigentlich?« Und die Antwort der Jünger: »Man hält dich für Johannes den Täufer, Elia, Jeremia oder für einen anderen Propheten.« Erneut Stille. Kein Kommentar Jesu. Plötzlich eine zweite Frage: »Und für wen haltet ihr mich?« Die Meinung der Masse hätte Jesus eigentlich schmeicheln müssen – wurde er doch mit den bedeutendsten geistlichen Größen in einem Atemzug genannt. Aber die Einschätzung der Leute ging letztlich am Wesentlichen, an seiner göttlichen Menschwerdung vorbei. Die entscheidende Frage: »Und für wen haltet ihr mich?«, zeigte den Jüngern und auch uns Menschen des 21. Jahrhunderts, mit wem wir es zu tun haben!
Petrus sagt nämlich: »Du bist Christus, der von Gott verheißene Retter, der Sohn des lebendigen Gottes!«

Rudolf Gerhardt


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Petrus wusste Bescheid!
Bibellese
Hesekiel 33,10-20

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