
So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer — welch großen Wald zündet es an!
Jakobus 3,5

Kennen Sie das dumpfe Gefühl der Vorahnung? Wenn man weiß, man hätte bei etwas lieber »Nein« statt »Ja« sagen sollen? Genau so erging es mir, als ich meine beiden Jungs aufbrechen sah. Bewaffnet mit Feuerzeug, alten Kerzen und einem breiten Grinsen verschwanden sie hinter dem Hügel. Achselzuckend dachte ich: »Ach, ich war ja auch mal so!«, und wandte mich anderen Dingen zu.
Etwas später merkte ich, wie dicke Ascheflocken vom Himmel fielen. »Komisch. Was hat das zu bedeuten?«, fragte ich mich. Doch dann traf es mich wie ein Schlag. Schnell rannte ich den Hügel hinauf. Dort sah ich es: Flammen fraßen sich durch Gras und Gebüsch. Doch von den Jungs keine Spur! Die kamen mir schließlich völlig ahnungslos entgegen, als ich bereits rußverschmiert und völlig verschwitzt den Brand gelöscht hatte.
Dieses Erlebnis erinnerte mich daran, wie es uns auch im alltäglichen Leben in der zwischenmenschlichen Kommunikation gehen kann: Wir merken erst im Nachhinein, welchen »Brand« unsere Worte oder Taten ausgelöst haben. Auch wenn wir uns dessen noch nicht bewusst sind, entflammt nur allzu schnell der nächste Konflikt! Nicht umsonst sagt die Bibel, dass unsere Zunge, die von unserem Inneren gesteuert wird, ein Feuer mit viel Zerstörungskraft ist (siehe Tagesvers). Menschen, die wir lieben, verletzen wir durch unsere Worte. Einmal ausgesprochen, können sie nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Einen Brand kann man mit Wasser löschen; in der oben geschilderten Situation ist gerade so noch einmal alles gut gegangen. Doch was unser Innerstes angeht, besteht permanent eine akute Brandgefährdung, wenn wir nicht den an unser Herz lassen, der allein das Feuer in uns löschen kann: Jesus Christus, Gottes Sohn.

Wer löscht die Brände in Ihrem Leben - Sie selbst oder Jesus?

Der Mensch kann mit Bravour die Artemis-2-Rakete kontrollieren, nicht aber seine Zunge.
