
Dieses Wunderzeichen in Kana in Galiläa war das erste, das Jesus tat. Damit offenbarte er seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.
Johannes 2,11

Jesus wirkte eine Vielzahl von Wundern: Er vermehrte Brot und stillte den Sturm, er heilte unzählige Kranke - ja, sogar Tote erweckte er wieder zum Leben. Interessanterweise ging es bei seinem ersten Wunder aber um etwas völlig anderes: Jesus war mit seiner Mutter und seinen Jüngern auf einer mehrtägigen Hochzeit eingeladen. Plötzlich war der Wein aus. Irgendetwas musste bei der Kalkulation gewaltig schiefgelaufen sein! Was für eine Blamage für den Wirt und das Brautpaar! Stellen Sie sich eine Hochzeit vor, bei der es keine Getränke mehr gibt - außer Wasser! Zumindest für einen Hochzeitsgast muss es aber gepasst haben, oder? Jesus wird sich wohl gefreut haben, dass es nicht »zu lustig« werden konnte.
Aber nein, die Geschichte verlief völlig anders! Jesus befahl den Dienern, sechs Steinkrüge mit einem Gesamtvolumen von ca. 600 Litern mit Wasser zu füllen und davon dem Wirt zu bringen. Als dieser das Wasser, das zu Wein geworden war, kostete, war er hin und weg über die hervorragende Qualität und sagte: »Jeder bringt doch zunächst den guten Wein auf den Tisch und setzt erst dann den weniger guten vor, wenn die Gäste schon betrunken sind. Aber du hast den guten Wein bis jetzt aufgehoben« (Johannes 2,10).
Warum tat Jesus das? Und noch dazu als erstes Wunder? 600 Liter köstlicher Wein, obwohl die Leute doch schon Wein getrunken hatten? Es ging doch nicht um Leben und Tod! Das Wunder ermöglichte nur, dass die Hochzeitsgesellschaft weiterfeiern und sich freuen konnte. Kann es sein, dass Jesus das größte Vorurteil ihm gegenüber als Erstes zerstören wollte? Kann es sein, dass er uns zeigen möchte: Ich bin nicht der Spielverderber, für den viele mich halten, sondern der Gott der Freude?

Welches Bild haben Sie von Jesus?

Wo Jesus ist, da ist echte Freude möglich.
