
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Johannes 3,16

Unser Kind liegt weinend im Bett, umgeben von viel zu vielen Kuscheltieren. So würde es jedoch unbequem schlafen, daher muss es einige auswählen. Das bricht ihm das Herz: »Ich kann mich nicht entscheiden - ich habe alle so lieb!«
Ich versuche, mein Schmunzeln zu verbergen und unseren Sohn zu trösten. Seine Auffassung, dass er durch eine Auswahl seine Liebe einschränkt und ein Kuscheltier vernachlässigt, gibt mir zu denken. Im Gespräch kommen wir auf Gott: Wie ist es bei ihm? Schränkt er seine Liebe ein, oder gilt sie allen?
Die Bibel antwortet sehr klar. Im ersten Teil des Tagesverses wird deutlich: Er liebt alle Menschen so sehr, dass er dafür sogar seinen Sohn sterben ließ. Verschwendung? »Ja«, sagt manch einer, »denn es gibt böse Menschen, die dessen nicht wert sind.« Doch Gott sieht das anders: Jeder Mensch ist seiner Liebe wert, vor dem »Verloren-Gehen« bewahrt zu werden und ewiges Leben zu erhalten.
»Verloren zu gehen« bedeutet, ohne Sündenvergebung durch Gott zu sterben und auf ewig aus Gottes Gegenwart verbannt zu werden. Es gibt nach dem Tod keinen Weg mehr zurück zu Gott. Nur solange der Mensch lebt, kann er selbst die Weichen für sein Leben nach dem Tod stellen. Mit dem Tod ist diese Entscheidungsmöglichkeit vorbei.
Gleichzeitig erfahren wir im zweiten Teil des Tagesverses, dass nur die Menschen Gottes Liebe in vollem Ausmaß erleben, die diese aktiv erwidern. Jeder kann eine bewusste eine Entscheidung treffen, Gottes Liebe anzunehmen - oder abzulehnen. Wenn also ein Mensch ewig verloren geht, hat nicht Gott ihn zu wenig geliebt, sondern der Mensch hat diese Liebe nicht angenommen und erwidert. Deshalb ist jeder von uns zu diesem wichtigen Schritt aufgefordert.

Wie reagieren Sie auf Gottes Liebe?

Bei Gott muss sich niemand vernachlässigt oder ungeliebt fühlen.
