
Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie gesehen und doch gehasst sowohl mich als auch meinen Vater.
Johannes 15,24

Eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten der Bibel ist für mich Johannes der Täufer. Von Beginn seines Lebens an hatte er eine Mission: seine Umgebung auf die Ankunft des Sohnes Gottes vorzubereiten. Er wurde zu einem Mann, dessen moralische Integrität unantastbar war. Daher konnte er Menschen den Spiegel vorhalten. Auch vor Mächtigen zuckte er nicht zurück. Trotz der Gefahr von Gefängnis und Tod hielt er einem Regenten öffentlich vor, ein sexuelles Tabu gebrochen zu haben. Prompt wurde er festgenommen. Dann kam es zu einer bewegenden Szene: In seiner Zelle verspürte dieser klarsichtige Mann im Hinblick auf den Messias Jesus Christus plötzlich Zweifel: Habe ich auf den Richtigen gesetzt?
Jesus reagierte erstaunlich: Über dessen Jünger ließ er Johannes ausrichten: »Schau auf das, was ich tue: Blinde werden sehend und Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote werden auferweckt und Armen wird gute Botschaft verkündigt; und glückselig ist, wer sich nicht über mich ärgert!« (vgl. Mt 11,5-6).
Die Werke, die Jesus vollbrachte, sprachen eine eindeutige Sprache. Es waren für Johannes unumstößliche, überzeugende Beweise, anhand derer er die Wahrhaftigkeit Jesu eindeutig ablesen und an denen er sich festhalten konnte. So ging er ermutigt und tapfer seinen Weg - bis in den Tod.
Doch es gab auch die andere Reaktion: Diejenigen, die auch in Ansehung der offenkundig göttlichen Wunder Jesu nicht an ihn glauben wollten, reagierten mit Hass, obwohl er ihnen keinen Anlass dafür gegeben hatte. So ist es bis heute: Für den einen sind Jesu Taten ein schlagender Beweis dafür, dass hier wirklich Gottes Sohn am Werk war. Die anderen ignorieren alle Fakten. So bleibt man ein Feind Gottes.

Was wäre, wenn Sie bei den Wundern Jesu dabei gewesen wären?

Die Bibel hat es mit Fakten zu tun, nicht mit Märchen!
