
Seine unsichtbare Wirklichkeit, seine ewige Macht und göttliche Majestät sind nämlich seit Erschaffung der Welt in seinen Werken zu erkennen.
Römer 1,20

Vor einiger Zeit schloss ich mit meinem Biologie-Leistungskurs das Themengebiet Evolution ab. Die letzte Doppelstunde verbrachten wir damit, über Fragen zu diskutieren, die mit der Entstehung des Menschen, dem Sinn des Lebens und Gott zusammenhängen.
Im Laufe des Unterrichts sprachen wir über den enormen Unterschied zwischen lebloser Chemie und einer lebenden Zelle. Dabei kam die Frage auf, woher wohl das erste Lebewesen auf der Erde gekommen sein könnte. Meinem Kurs wurde bewusst, welche Probleme auf jemanden zukommen, der versucht, das Leben ohne einen Schöpfer zu erklären. Daraufhin meldete sich eine Schülerin: »Herr Loos, ich verstehe, dass die Herkunft der genetischen Information durch zufällige Prozesse schwer zu erklären ist. Aber das heißt doch deshalb nicht, dass Gott existiert! Früher konnten sich die Menschen zum Beispiel nicht erklären, woher Blitze kommen. Deshalb meinten sie, es müsse eine Gottheit geben, die Blitze schickt!«
Die Schülerin meinte, die Wissenschaft würde schon noch herausfinden, wie genetische Information durch Zufall entstehen kann. Nur weil wir jetzt diese Lücke in unserem Verständnis hätten, müsse die Antwort auf diese offene Frage nicht Gott sein.
Das Argument ist nachvollziehbar, doch es hat einen fatalen Schwachpunkt: Die Menschen, die hinter jedem Blitz eine Gottheit vermuteten, taten dies aufgrund ihres Unwissens. Doch die Menschen, die aufgrund der komplexen Information in lebenden Zellen an die Existenz Gottes glauben, tun dies aufgrund ihres Wissens! Denn jeder weiß aus seiner tagtäglichen Erfahrung: Sinnvolle Information hat immer einen denkenden Geist als Ursache. Warum sollte dies bei genetischer Information anders sein?

Was denken Sie über den Ursprung des Lebens?

Es ist unklug, Gott voreilig aus seinen Überlegungen auszuschließen.
