Mittwoch, 11. Juni 2003

Leitvers

Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und
nicht den Menschen, da ihr wisst, dass ihr vom Herrn als Vergeltung
das Erbe empfangen werdet; ihr dient dem Herrn Christus.

Kolosser 3,23.24

Meine Arbeit: ein notwendiges Übel oder Freude?

Meine Arbeit: ein notwendiges Übel oder Freude?

Welch ein Unterschied besteht darin, wenn ich mich am Wochenende schon auf meine Arbeit am Montagmorgen freuen kann, oder ob ich am Sonntagabend Magendrücken bekomme, wenn ich an Morgen denke. Arbeit muss Freude machen. Dazu hilft es, sich den Wert der Arbeit, die man zu verrichten hat, bewusst zu machen. So ist das kleine Kugellager, das in unserer Stadt in Millionenstückzahl produziert wird, für mich erst so richtig wertvoll, weil es Teil meines Autos, eines Hochbaukrans oder gar eines Flugzeugmotors sein kann. Außerdem, wenn ich für die Produktion verantwortlich bin, kann ich mich an der erreichten Qualität freuen, wenn ich für den Verkauf zuständig bin, werden mir die abgesetzten Stückzahlen und der erreichte Umsatz ein Gefühl der Befriedigung geben: Meine Arbeit war nicht umsonst.
Die Freude an der täglichen Arbeit kann aber geschmälert werden. Da fällt eine wichtige Maschine aus, weil sie nicht zuverlässig gewartet wurde. Da werden Mitarbeiter krank, für die ich mit einspringen muss. Vielleicht hat auch mein Vorgesetzter einmal schlechte Laune und verwehrt mir einen gewünschten freien Tag.
Es gibt Tage, an denen ich den Bettel am liebsten hinschmeißen oder auch einmal »krankfeiern« möchte. Ich merke, dass die Freude weg ist.
Das Bibelwort für diesen Tag spricht davon, dass ich von Herzen arbeiten soll. Das kann gelingen, wenn ich mich daran erinnere, für wen ich arbeite. Wenn Jesus Christus der Herr meines Lebens ist, dann ist er auch mein Arbeitgeber. Und wenn mir sein Wort sagt, dass er als Belohnung ein Erbe für mich vorgesehen hat, dann bekommt meine Arbeit einen hohen Stellenwert. Die Freude kehrt zurück.

Eberhard Liebald


Frage
Hängt die Freude an Ihrer Arbeit von Menschen ab oder lassen Sie sich auch an das heutige Bibelwort erinnern?
Tipp
Was wir von Gott empfangen, ist wertbeständig.
Bibellese
Psalm 127,1-5

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