Samstag, 12. Januar 2002

Leitvers

Du sollst den Namen des HERRN,
deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen.

5. Mose 5,11

Missbrauch

Missbrauch

Ich habe einen Freund, der ein gutes Bankkonto besitzt. Nehmen wir einmal an, er würde mir sein Scheckheft anvertrauen. Würde ich dann seinen Namenszug fälschen und ihn als Unterschrift unter die Schecks setzen, könnte ich mir einen hohen Geldbetrag von seinem Konto abheben. Was würde mein Freund, was würde der Gesetzgeber dazu sagen? – Namensmissbrauch, Urkundenfälschung!
Der unendlich reiche Gott hat uns Menschen seinen hohen und heiligen Namen anvertraut. Sein Sohn betete: »Vater, ich habe den Menschen deinen Namen geoffenbart« (Johannes 17,6). Damit beweist er, wie sehr ihm an Gemeinschaft mit uns liegt, wie viel Vertrauen er uns schenkt.
Jesus Christus, unser Herr, machte es durch seinen stellvertretenden Sühnetod am Kreuz möglich, dass alle Menschen zu Gott kommen können. Jetzt dürfen ehemalige Sünder »Vater« zu Gott sagen. »Vater«, so hat der Herr Jesus gebetet, als er am Kreuz hing, »vergib ihnen. Sie wissen nicht, was sie tun. – Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist«.
»Unser Vater«, so sprechen Menschen, die Gott als seine Kinder angenommen hat, ihn im Gebet an. Dieser wunderbare Name Gottes, der ihnen so viel bedeutet, wie könnten sie ihn missbrauchen? Ihn zum Eitlen und zum Nichtigen aussprechen? Undenkbar!
Was ist, wenn Menschen gedankenlos das »Vaterunser« beten? Einfach so daher geredet, gedankenlos oder aus frommer Tradition? Oder wenn im Alltag Gottes Name achtlos ausgesprochen wird, wenn irgendetwas schiefläuft? Ist das nicht Namensmissbrauch? Nur wer den Herrn Jesus im Glauben angenommen hat, hat das Recht, den heiligen Gott als seinen Vater anzusprechen.

Siegfried Lambeck


Frage
Ist Ihnen das auch schon mal so »rausgerutscht«?
Tipp
Wir müssen Gott ernst nehmen. Das äußert sich auch im rechten Gebrauch seines Namens.
Bibellese
5. Mose 5,6-21

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