Montag, 12. Februar 2001

Leitvers

Der Herr, der gerechte Richter.
2. Timotheus 4,8

Kein Gesetz und kein Gott westlich des Pecos

Kein Gesetz und kein Gott westlich des Pecos

»Westlich des Pecos gibt es kein Gesetz, und westlich von El Paso gibt es keinen Gott.« So lautete eine gängige Redensart im Texas des späten 19. Jahrhunderts. Aus dem Boden gestampfte Eisenbahnarbeitercamps, bald mit dem zweifelhaften Beinamen »Hölle auf Rädern« versehen, zogen Kriminelle jeder Art an. Ausgerechnet in diese Gegend verschlug es 1882 den aus Kentucky stammenden Roy Bean, der in der Hoffnung auf guten Verdienst hier einen Saloon eröffnete.
Um der ständig steigenden Zahl von Gewalttaten Herr zu werden, ernannten die zuständigen Behörden den neutralen Bean zum Friedensrichter. Fortan fanden Gerichtsverhandlungen zwischen Pokerrunden an der Bar statt und wurden von Bean nach Gutdünken unterbrochen, um Schnaps zu verkaufen. In seiner Urteilsfindung hielt sich Bean nicht allzu eng an Richtlinien und Paragraphen, denn das Lesen fiel ihm schwer und seine Kenntnis des Gesetzes war nur oberflächlich. Dementsprechend waren viele seiner Urteile haarsträubend ungerecht.
Bei uns geht es heute zum Glück sehr viel gerechter zu, obwohl auch wir oft Grund haben, über erlittene Ungerechtigkeit zu klagen. Wenn wir allerdings einmal vor Gott und Jesus Christus als unserem Richter stehen werden, können wir gewiss sein, in ihm auf einen absolut gerechten Richter zu treffen, der sich genau an sein Wort halten und im Einklang damit zu einem gerechten Urteil kommen wird. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge für alle, die für sich im Glauben in Anspruch genommen haben, dass Jesus die Strafe schon getragen hat und stellvertretend für sie am Kreuz verurteilt wurde. Sie gelten als Begnadigte und gehen frei aus.

Martin von der Mühlen
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Frage
Ist es nicht erstaunlich, wenn ein Richter die Strafe des Verurteilten auf sich nimmt?
Tipp
Wer Jesus hier als Retter angenommen hat, braucht ihn später als Richter nicht zu fürchten.
Bibellese
Lukas 9,37-45

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