Donnerstag, 12. März 2009

Leitvers

Wer der Kleinste ist unter euch allen, der ist groß.
Lukas 9,48

Ein Kleiner, der wirklich groß war

Ein Kleiner, der wirklich groß war

Als Papst Gregor I. (590-604) auf dem römischen Sklavenmarkt erfuhr, dass die blonden Männer, die ihm auffielen, Angeln aus Britannien waren, deren Vorfahren einst mit den Sachsen aus Germanien gekommen waren und Britannien erobert hatten, meinte er: »Wenn sie Angeln sind, will ich sie zu Boten (lat. angeli = Boten, Engel) machen.« Wirklich begann mit Gregor, was die bisherigen Päpste versäumt hatten: die Mission der Völker außerhalb des Römerreiches, und ein »Bote« aus England, Bonifatius, sollte 150 Jahre später der »Apostel der Deutschen« werden.
Gregor I. ist neben Leo I. der einzige Papst, der den Beinamen »der Große« erhalten hat, und wirklich war dieser demütige, bescheidene Mönch aus reicher Familie der christliche »Musterpapst« schlechthin. Er nannte sich »Knecht der Knechte Gottes«, verteilte seinen Privatbesitz und das Vermögen des Vatikans an die Not leidende Bevölkerung Italiens, die unter den chaotischen Zuständen jener Zeit furchtbar litt. Gregor trat nicht für Macht und Ansehen seines Amtes ein, sondern versuchte, als Kirchenlehrer das Bild des wahren Christen zu prägen, weshalb sein eigenes Denken und Tun nicht dem äußeren Bild der Kirche entsprach. Er blieb zeitlebens »klein«, und deshalb war er in Wirklichkeit ein Großer. Er ist ein Beispiel dafür, dass es für unseren Glauben nicht auf den glanzvollen Rahmen einer beeindruckenden Kirche ankommt, sondern auf das persönliche Verhältnis zu Gott durch den Glauben an Jesus Christus als Retter und Herr. Heute vor 1405 Jahren starb Gregor der Große, der als durch Jesus Christus Erretteter stets Gott die erste Stelle in seinem Leben zugestanden hatte.

Gerhard Jordy


Frage
Nach welchem Maßstab beurteilen Sie sich und andere?
Tipp
Vor Gott zählt nur, ob wir ihn für groß achten und uns nach seinem Willen richten.
Bibellese
Philipper 2,1-11

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