
Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Lukas 19,10

In Deutschland nehmen sich jedes Jahr rund 10 000 Menschen das Leben; das entspricht etwa 28-29 Suiziden täglich. Diese Zahlen sind erschreckend. Was muss in einem Menschen vorgehen, wenn er keinen anderen Ausweg als den Tod sieht?
Neulich las ich von einem beeindruckenden Australier. Am 13. Mai 2012 starb Donald Taylor Ritchie - ein Mann, der für viele zum Engel an den Klippen Sydneys geworden war. Jahrzehntelang stand er an einem der dunkelsten Orte Australiens, The Gap, wo unzählige Menschen ihrem Leben ein Ende setzen. Doch Ritchie sah nicht weg. Er ging dorthin, wo die verzweifelten Menschen standen. Dabei unternahm er keine spektakulären Rettungsaktionen. Er begann einfach mit einem leisen: »Kann ich Ihnen irgendwie helfen?« Oft folgte eine Einladung zu einer Tasse Tee. Doch diese kleinen Gesten öffneten Türen zurück ins Leben.
Offiziell rettete Ritchie 180 Menschen, wahrscheinlich waren es viele mehr. Er wurde als »Local Hero« geehrt, und man schrieb über ihn: »Seine freundlichen Worte und Einladungen in sein Haus in Zeiten der Not haben einen enormen Unterschied gemacht. Mit solch einfachen Handlungen hat Don eine außergewöhnliche Anzahl von Leben gerettet.«
Ritchie lebte vor, was Jesus in Lukas 19,10 über sich selbst sagt: »Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.« Jesus kam auf diese Erde, um uns Menschen von unserem größten Problem, dem ewigen Tod, zu retten. Jesus sieht auch Sie in Ihrer Not. Er ist gekommen, um Sie zu retten. Gehen Sie darauf ein!
Ritchies Leben erinnert uns aber auch daran, wie viel Kraft in einem freundlichen Wort und einem mutigen Schritt In Richtung des Nächsten liegen. Sehen wir die Menschen um uns herum, die Not haben, und tun wir etwas, um ihre Not zu lindern?

Wohin gehen Sie, wenn Sie keinen Ausweg mehr wissen?

Jesus sagt: »Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!« (Matthäus 11,28)
