Mittwoch, 13. Juni 2018

Leitvers

Wie zahlreich sind doch deine Werke, HERR, alle hast du mit Weisheit ausgeführt, die Erde ist erfüllt von dem, was du geschaffen hast!
Psalm 104,24

Unkraut in der Stadt

Unkraut in der Stadt

So manche Stadtmenschen werden überrascht sein, wie groß die Artenvielfalt an Pflanzen in ihrer Umgebung und sogar in den Innenstädten ist. Botaniker sprechen gar von einer größeren Vielfalt als auf dem Land. Denn während dort viele Pflanzenarten aufgrund starker Stickstoffdüngung und Unkrautvernichtung auf dem Rückzug sind, finden so manche botanisch interessante Arten in der Stadt und in Stadtnähe als sogenannte Fugenvegetation neuen Lebensraum. Eine dieser stadtliebenden Arten ist zum Beispiel das Dreifinger-Steinbrech (Saxifraga tridactylites). Es liebt trockene, karge Sandböden. Zum Gedeihen braucht es nur wenig Wasser, und als Dünger reicht ihm der »Dreck«, den die Menschen mit ihren Schuhsohlen hinterlassen. Diese ursprünglich mediterrane Pflanze ist selten geworden und kommt fast nur noch im Schotterbett von Bahngleisen und in Pflasterfugen vor. In der freien Natur gilt sie als gefährdet bis stark gefährdet, weswegen sie in einigen Bundesländern Deutschlands und in Österreich unter Naturschutz steht.
Ich finde es sehr erfreulich, wenn man mit offenen Augen durch die Umwelt geht, auch in der Stadt. Überall kann man Gottes Schöpfung bewundern und wirklich ins Staunen kommen. Selbst in für Pflanzen eigentlich lebensfeindlicher Umgebung kann genau diese zum Fortbestand einer Art führen. Das ist ein Wunder, durch das Gott für seine sonst gefährdeten Geschöpfe sorgt. Er hat versprochen, für alle seine Geschöpfe zu sorgen, besonders für uns Menschen. Starten Sie den heutigen Tag doch in dieser wohltuenden Gewissheit, und betrachten sie Ihre Pflasterfugen, die Sie vielleicht ums Haus haben, mal mit anderen Augen.

Daniela Bernhard
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Frage
Was könnte es Ihnen sagen, wenn Gott auch seinen verdrängten Pflanzen wieder Raum schafft?
Tipp
»Geraten Sie nicht aus den Fugen«, wenn was aus den Fugen wächst!
Bibellese
Psalm 145

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