Samstag, 13. August 2016

Leitvers

Gib uns heute unser tägliches Brot.
Matthäus 6,11

Alltag

Die tägliche Versorgung – ein Gewohnheitsrecht?

Als ich noch jung und unverheiratet war, lebte ich einige Zeit in der Nähe Roms. Es war eine sehr schöne Zeit in diesem kleinem Dorf. Das gemütliche Lebenstempo, der kleine Dorfladen – es passte einfach alles! Eines Tages beschloss ich, mit dem Bus nach Rom zu fahren. Ich wollte mir einige historische Plätze anschauen. Um die Mittagszeit wurde ich müde. Also suchte ich mir eine Parkbank im Schatten und ließ »die Seele baumeln«. Auf einmal sah ich etwas, was meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. Eine Person, ganz normal gekleidet, wühlte in den Abfallkörben nach Esswaren.
Der heutige Bibelvers stammt aus dem »Vaterunser«. In der Mitte dieses Gebets kommt die Bitte um das tägliche Brot. Hier geht es um das einfachste Grundnahrungsmittel. Offensichtlich ist Gott auch für so ein materielles Bedürfnis zuständig. Wohlgemerkt, es geht hier um das tägliche Brot und nicht um das Bankkonto! Für Gott ist nichts zu unbedeutend. Als Vater ist er bereit, uns in allen Bereichen des irdischen Lebens zu versorgen. Diese Bitte zeigt mir aber auch meine Bedürftigkeit und Abhängigkeit auf. Gott ist der »Brötchengeber«. Deshalb soll ich nicht gierig und auf Kosten anderer Menschen drauflosleben!
Aus den Händen des himmlischen Vaters darf ich meine tägliche materielle Versorgung entgegennehmen bzw. mir geben lassen. Ich bin mir bewusst, dass zwar Menschen dahinterstehen, die gearbeitet haben. Aber Gott hat das Grundmaterial zur Verfügung gestellt. Und ich bin der Verwalter, der verantwortungsvoll damit umgehen soll.
Haben Sie sich über diese ganze Thematik schon einmal Gedanken gemacht?

Waltraud Baumann


Frage
Wie hat Gott bisher für Ihr »tägliches Brot« gesorgt?
Tipp
Dass wir täglich satt werden, ist wohl einen Dank an Gott wert.
Bibellese
1. Könige 17

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